Atom-Drohung Nordkorea droht mit Atomschlag

Trotz der Drohgebärden aus Nordkorea hat der Uno-Sicherheitsrat seine Sanktionen gegen das asiatische Land verschärft. Zuvor hatte die Führung in Pjöngjang vor einem „präventiven Atomangriff“ auf die USA gewarnt.
Update: 08.03.2013 - 01:03 Uhr 23 Kommentare
Nordkorea droht den USA mit einem Atomschlag. Quelle: dpa

Nordkorea droht den USA mit einem Atomschlag.

(Foto: dpa)

New York/PjöngjangDie USA haben die Atombomben-Drohungen Nordkoreas zurückgewiesen und den Kurs des kommunistischen Landes kritisiert. Die Führung in Pjöngjang treibe sich damit nur noch weiter in die internationale Isolation, erklärte ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama am Donnerstag.

„Die Vereinigten Staaten sind voll und ganz in der Lage, sich gegen nordkoreanische Raketendrohungen zu verteidigen“, sagten wortgleich die Sprecher von Weißem Haus und Außenministerium. Ohnehin seien die Drohungen nicht neu, das Land habe bereits häufiger bewiesen, dass ihm nicht an einer Verbesserung der internationalen Beziehungen gelegen sei, sagte Außenministeriums-Sprecherin Victoria Nuland.

Als Antwort auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas verhängten unterdessen die Vereinten Nationen scharfe Sanktionen gegen das kommunistische Regime. Der Uno-Sicherheitsrat beschloss am Donnerstag einstimmig, die schon bestehende Strafmaßnahmen durch Reiseverbote und Kontensperrungen zu verstärken.

Zuvor hatte Nordkorea am Donnerstagmorgen den USA mit einem Atomschlag gedroht. Ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang erklärte, Nordkorea könne von seinem Recht eines Präventivschlags gegen „das Hauptquartier des Aggressors“ Gebrauch machen. „Solange die USA einen Atomkrieg anstreben, haben unsere revolutionären Streitkräfte das Recht auf einen präventiven Atomschlag.“

Nordkorea droht mit atomarem Erstschlag

Südkorea hat inzwischen die Alarmbereitschaft seiner Streitkräfte erhöht. Das Militär sei „vollständig“ auf mögliche Provokationen vorbereitet, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Donnerstag in Seoul. Nach Einschätzung des Ministeriums bereitet Nordkorea derzeit ein „massives“ Militärmanöver vor.

Mit der Ankündigung hatte das Regime in Pjöngjang, das am 12. Februar erfolgreich einen unterirdischen Atomwaffentest unternommen hat, auf die Sitzung des Uno-Sicherheitsrats Anfang der Woche reagiert. Dort hatten sich die USA und China auf neue Sanktionen gegen Nordkorea verständigt – und diese nun einstimmig durchgebracht.

US-Botschafterin Rice hatte nach einer Sitzung des Sicherheitsrats gesagt, dass die Resolution die Sanktionen gegen Nordkorea „auf die nächste Ebene“ heben werde. Erstmals würden die „illegalen Aktivitäten“ der Diplomaten Pjöngjangs, die Bankbeziehungen Nordkoreas sowie der „gesetzwidrige Transfer von Bargeld“ ins Visier genommen.

„Wir müssen die Möglichkeiten Pjöngjangs zur Aufrüstung unterbinden“, sagte Rice. Die Sanktionen würden Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm empfindlich treffen. „Und sie beinhalten unsere Bereitschaft, sie weiter zu verstärken, wenn es zu einem neuen Raketenstart oder Atomtest kommt. Die internationale Gemeinschaft ist einig und sehr entschlossen. Wenn Pjöngjang dagegen vorgeht, wird es sich nur noch weiter isolieren.“


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23 Kommentare zu "Atom-Drohung: Uno verschärft die Sanktionen gegen Nordkorea"

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  • Dem Rotzjungen einfach die Streichhoelzer wegnehmen ehe er was anzuended.

  • Das Schicksal von Millionen von Mitmenschen auf's Spiel zu setzen, nur weil die Führung Nordkoreas sich in ihrer Ehre und Freiheit verletzt fühlt, ist unakzeptabel und muss unterbunden werden, keine Frage.

    Man sollte mit den Führungskräften Nordkoreas darüber verhandeln, dass Sanktionen im Tausch zur Abrüstung fallen gelassen werden, was allerdings auch streng kontrolliert werden muss. Diese immer weiter wachsende Anzahl an Forderungen provozieren mehr, als dass sie wirklich einen Angriff verhindern.

    Ich hoffe nur, dass die Sanktionen so eng gebunden sind, dass die Aufrüstung der Nordkoreaner so beschränkt wird, dass die Vorbereitungen eines Anschlags deutlich erschwert werden, bevor die Situation eskaliert.

  • HAB EIN RECHT DRAUF das GESEHEN WIRD DAS ZENSIERT WURDE . EINFACH LÖSCHEN IST NICHT ERLAUBTER BERUG .

    Frank Frädrich

  • Wenn die Nordkorenaner nach Deutschland schauen sind sie gewarnt genug. Wenige Brutale werden sich durchsetzen und die schwachen bleiben auf der Strecke. Dann Regiert nicht mehr die Menschliche Gemeinschaft sondern nur noch wer Bezahlen kann bekommt auch Lebensmittel.

  • Die USA warnen vor Atombomben und haben Atombomben...
    Wie ist es da eigentlich um die Glaubwürdigkeit der
    USA bestellt, wenn man bedenkt, daß schließlich bis-
    lang allein die USA waren, die Atombomben mit ihrer
    gewaltigen Sprengkraft gegen die Zivilbevölkerung
    eingesetzt haben !

    Die Bombardierung Städte Hiroschima und Nagasaki in
    Japan mit Atombomben durch die USA mit den vielen
    Tausend Toten und vielen weiteren Opfern darf nie
    vergessen werden.

    Die USA haben in politischen Situationen zu oft
    einzig die eigene Einschätzung der Situation und
    der sich daraus möglicherweise ergebenden Folgen
    als das Maß aller Dinge gesehen. Europa und andere
    Länder dieser Welt sollten sich Einschätzungen der
    USA nicht bedingungslos unterordnen ! Stattdessen
    sollte gemeinsam mit Partnern ernsthaft nach Lösungen
    für Konflikte gesucht werden. Jürgen Kalähne

  • "Trotz der Drohgebärden aus Südkorea hat der Uno-Sicherheitsrat ....."

    Da habe ich wohl etwas verpasst. Nach meiner Meinung kommen die Drohgebärden aus Nordkores.

  • Dieses ganze hin- und hergedrohe hätte längst ein Ende, wenn die USA endlich einmal aufhören würden sich als Weltpolizist aufzuspielen.

    Sicher, ich finde es alles andere als richtig das Nordkorea über Atomwaffen verfügt und selbiges gilt auch für den Iran. Ich finde es aber mindestens genauso schlecht dass die USA, China, Russland etc. über Atomwaffen verfügen.

    Es handelt sich nun einmal in allen Fällen um souveräne Staaten und weder die USA noch die UNO haben das Recht ständig mit irgendwelchen Sanktionen zu drohen. Das heißt ..... ein Recht dazu haben sie natürlich: Das recht des Stärkeren. Doch sollte man sich dann nicht wundern, wenn wenns ähnlich zurückschallt. Und auch eine in die Ecke gedrängte Ratte beißt irgendwann.

  • Die Souveränität hat da ihre Grenzen, wo mit einer Art "Welt-Vernichtung" gerechnet werden kann. Einmischung in die Politik anderer Länder passiert täglich.
    Es ist schon eigenartig, dass jene, die hier von zu kritisierender Einmischung reden, die Brüsseler "National-Sozialistische-Diktatur" auszunehmen scheinen - hier ist eine Einmischung im Gange, die ich nur noch als verbrecherisch bezeichnen kann, weil EU-Länder und EU-Völker von nicht-gewählten und nicht-legitimierten EU-"Führern" ihrer Souveränität beraubt, entrechtet und von mit totaler Immunität ausgestatteten ESM-Gouverneure unterdrückt werden..!
    Im Hinblick auf Nord-Korea sind für mich der Westen und die Nicht-Koreanisch-Kommunistische Welt entweder eine Flaschen-Truppe oder eine Zuschauer-Truppe bis zu dem Zeitpunkt, wo dem ganzen Korea-Spuk endlich ein Ende bereitet wird..!

  • Nordkorea droht mit Atomschlag gegen die USA

    Warum droht Nordkorea?

    Sind es nicht die USA, die sich überall in die Innenpolitik anderer Länder einmischen. Jedes Land hat das Recht auf seine eigene Souveränität. Das ist auch das Kardinalproblem vieler Staaten in der islamischen Welt. Jeder gönnt dem Anderen nichts. Und der islamische Fanatismus tut sein übriges. Die Erde ist groß genug.

    In Europa geht es nicht besser zu. Wir zwingen die Gemeinschaftswährung der Bevölkerung auf, obwohl sie den T-Euro nicht haben will. Zudem sitzt in Brüssel die europäische Zentrale. Stellen wir uns einmal vor, die Abgeordneten in Brüssel haben nichts mehr zu sagen. Der auftretende Stress wäre mit dem Problem in Nordkorea vergleichbar.

  • Genau - übrigens, was viel wichtiger ist - Olaf hat Husten ;o)

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