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Atom-Vereinbarung Russlands Präsident Putin kritisiert Ausstieg der USA aus Iran-Abkommen

Der Alleingang der USA beim Ausstieg aus Atomabkommen sorgt weltweit für Unmut. Nun äußert auch Putin Kritik und warnt vor einer weiteren Destabilisierung.
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Iran-Abkommen: Wladimir Putin kritisiert Ausstieg der USA Quelle: dpa
Wladimir Putin

Der Präsident betonte, dass Russland sich an das Abkommen halten werde.

(Foto: dpa)

QingdaoRusslands Präsident Wladimir Putin hat den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran kritisiert. Washingtons Entscheidung, die Vereinbarung zu beenden, könnte sich „destabilisierend“ auf die Situation in der Region auswirken, sagte Putin am Sonntag beim Treffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in der ostchinesischen Stadt Qingdao. Gleichzeitig bekräftigte er, dass Russland sich an das Abkommen halten werde.

Zuvor hatte Irans Präsident Hassan Ruhani sich bei einem Treffen mit Putin einen stärkeren Austausch mit Russland gewünscht. Ein ernsthafter und wichtiger Dialog sei erforderlich. Der iranische Präsident fügte hinzu, dass die Beziehungen zu Russland sich positiv entwickelten. Den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen nannte er illegal.

„Die Bemühungen der USA, ihre Politik anderen aufzuzwingen, wachsen sich zu einer Bedrohung für alle aus“, sagte der iranische Präsident Hassan Ruhani am Sonntag beim Treffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOC) im ostchinesischen Qingdao.

Das jüngste Beispiel für einen solchen Alleingang und für die Missachtung der Entscheidungen der internationalen Gemeinschaft durch die US-Regierung sei deren Ausstieg aus dem Atomabkommen. Ruhani begrüßte zugleich die Bemühungen Chinas und Russlands, die wie die Europäer versuchen, das Abkommen zu retten.

Die USA haben das 2015 geschlossene Atomabkommen mit dem Iran im Mai einseitig aufgekündigt und wollen neue Sanktionen verhängen. Die Regierung in Washington hat auch Unternehmen in anderen Staaten mit Strafmaßnahmen gedroht, die trotzdem weiter mit der Islamischen Republik Geschäfte machen.

Chinas Präsident Xi Jinping sagte in Qingdao, er bedauere den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen. China sei bereit, gemeinsam mit Russland und anderen Ländern am Erhalt der Vereinbarung zu arbeiten.

Die übrigen Unterzeichner Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland wollen an der Vereinbarung festhalten. Sie sieht die Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran vor, der im Gegenzug sein Atomprogramm begrenzt und internationale Kontrollen seiner Atomanlagen zulässt.

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  • dpa
  • rtr
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