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Atomabkommen Iran und Atomenergiebehörde IAEA suchen Kompromiss

Die IAEA fordert internationale Kontrollen von zwei iranischen Atomanlagen. Der Iran weist das zurück. Beide Parteien berichten von konstruktiven Gesprächen.
25.08.2020 Update: 25.08.2020 - 16:48 Uhr Kommentieren
Der Generaldirektor der IAEA, Rafael Mariano Grossi nimmt an einem Treffen mit dem Leiter der iranischen Atomenergie-Organisation Ali-Akbar Salehi teil. Quelle: dpa
IAEA-Chef im Teheran

Der Generaldirektor der IAEA, Rafael Mariano Grossi nimmt an einem Treffen mit dem Leiter der iranischen Atomenergie-Organisation Ali-Akbar Salehi teil.

(Foto: dpa)

Dubai Der Iran hat Differenzen mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA eingeräumt, setzt aber auf eine gemeinsame Lösung. „Wir hoffen, dass wir zusammen die derzeitigen Probleme ausräumen, erneut eine Vertrauensbasis aufbauen und die bis jetzt gute Zusammenarbeit fortführen werden“, sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Dienstag nach einem Treffen mit IAEA-Chef Rafael Grossi.

Dafür sollte die IAEA ihre Arbeit professionell und unpolitisch verfolgen, so der iranische Chefdiplomat laut Nachrichtenagentur Isna. Am Mittwoch will Grossi Präsident Hassan Ruhani treffen. Danach sollen beide Seiten Berichten zufolge in einer gemeinsamen Erklärung einen Kompromissweg bekanntgeben.

Der Iran sieht Fortschritte in den Gesprächen. „Unsere Unterhaltung war sehr konstruktiv“, zitierte Isna den Chef der Atombehörde, Ali Akbar Salehi nach einem Treffen mit IAEA-Chef Rafael Grossi.

Auch Grossi bezeichnete die erste Runde seiner Gespräche in Teheran als „konstruktiv“. „Unser Hauptziel ist die friedliche Nutzung der Atomtechnologie“. Es gebe Fragen, die die IAEA in völliger Übereinstimmung der Vorschriften und ohne politischen Druck anderer Länder verfolge und auch in Teheran ansprechen werde.

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    Dabei ging es um neue internationale Kontrollen von iranischen Atomanlagen – wenige Tage nachdem die USA im UN-Sicherheitsrat mit dem Anliegen gescheitert waren, ein unlimitiertes Waffenembargo gegen Iran zu verhängen. Iranische Offizielle dementierten aber einen Zusammenhang zwischen beiden Entwicklungen.

    Die IAEA hatte zuletzt vom Iran gefordert, die Kontrolle von zwei verdächtigen Atom-Standorten in Teheran und Isfahan zu erlauben. Dort soll das Land nukleares Material aufbewahrt haben. Satellitenbilder deuten laut IAEA darauf hin, dass diese Stätten gesäubert und Spuren früherer Aktivitäten beseitigen worden seien. Die iranische Atomorganisation bestreitet dies und lehnt die Forderung ab.

    Die IAEA solle als UN-Behörde ihren Pflichten im Einklang mit den UN-Vorschriften und politisch unabhängig nachgehen, betonte Salehi. „In dem Fall werden dann auch wir unsere Pflichten vorschriftsmäßig erfüllen,“ sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in der iranischen Atomorganisation (AEOI).

    Grossi wird auch Präsident Hassan Rouhani, den iranischen Außenminister und andere Offiziellen treffen. Vor allem die USA werfen Iran vor, heimlich Atomwaffen zu produzieren, Iran bestreitet dies. Die USA waren aus dem internationalen Atomabkommen mit Iran ausgetreten, an dem Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China aber festhalten wollen.

    Das Atomabkommen gesteht dem Iran ein ziviles Atomprogramm zu, aber keine atomare Bewaffnung. Die IAEA soll die Einhaltung der Regeln auch vor Ort im Iran kontrollieren.

    Mehr: Berlin, Paris und London weisen US-Vorgehen im Iran-Streit zurück

    • rtr
    • dpa
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