Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Atomdeal Iran: Wiener Atomabkommen liegt auf „Intensivstation“

Irans Vizeaußenminister Araghchi wirft den USA „Unilateralismus“ vor. Die internationale Gemeinschaft müsse alles tun, um den Deal davor zu schützen.
Kommentieren
Der iranische Vizeaußenminister äußert sich besorgt über den Zustand des Atomdeals. Quelle: dpa
Abbas Araghchi

Der iranische Vizeaußenminister äußert sich besorgt über den Zustand des Atomdeals.

(Foto: dpa)

Teheran Das Wiener Atomabkommen von 2015 musste nach Worten des iranischen Vizeaußenministers Abbas Araghchi auf die „Intensivstation“ verlegt werden. „Ich muss leider sagen, dass es dem Atomdeal nicht gut geht und der quasi auf die Intensivstation verlegt werden musste“, sagte Araghchi nach Angaben des Nachrichtenportals Khabar-Online am Mittwoch. Daher solle die internationale Gemeinschaft alles tun, um den Deal vor dem „amerikanischen Unilateralismus“ zu schützen und ihn so vor dem Tod zu retten.

Mit dem Ausstieg der USA besteht das Wiener Abkommen de facto nur noch auf dem Papier. Der Deal sollte dem Iran die Entwicklung von Atomwaffen verwehren, dafür sollten im Gegenzug die Sanktionen gegen Teheran aufgehoben werden. Aber im Mai des Vorjahres kündigte US-Präsident Donald Trump den auch von den USA verifizierten Vertrag einseitig auf und setzte mit erneuten Sanktionen auf eine Politik des „maximalen Drucks“ gegen Teheran. Wegen der US-Sanktionen steckt der Iran seit Monaten in einer akuten Wirtschaftskrise.

Genauso wie die Berliner Mauer, sollte auch die „Sanktionsmauer“ fallen, sagte Araghchi bei einem Empfang in der deutschen Botschaft in Teheran am Dienstagabend aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit. Die USA benutzen Sanktionen „als Waffe“ gegen unabhängige Staaten, die die verbliebenen Vertragspartner des Abkommens - China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland - neutralisieren müssen, fügte der Vizeminister hinzu.

Die US-Regierung Trump will ein neues Abkommen mit härteren Auflagen aushandeln und setzt inzwischen wieder auf harte Sanktionen gegen Teheran. Der Iran reagierte darauf zuletzt mit einem Wiederhochfahren der im Vertrag begrenzten Urananreicherung.

Mehr: Teheran hält daran fest, Gespräche mit den USA erst zu führen, wenn die ihre Sanktionen aufheben. Ruhani will Verhandler des Atomabkommens dazu laden.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Atomdeal - Iran: Wiener Atomabkommen liegt auf „Intensivstation“

0 Kommentare zu "Atomdeal: Iran: Wiener Atomabkommen liegt auf „Intensivstation“ "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.