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Atomgespräche mit Iran Ringen um ein Abkommen geht weiter

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„Ungelöste Schlüsselfragen“

Ein Sprecher der US-Regierung erklärte, man werde nun nicht bis zum 30. Juni in Lausanne nach einem prinzipiellen Einverständnis suchen. Damit blieb unklar, wie lange die Gespräche in der Schweiz noch dauern sollten.

Wie sein französischer Kollege machte auch der britische Außenminister Philip Hammond klar, dass immer noch hohe Hürden vor einer Einigung beseitigt werden müssten. „Ich denke, wir haben ein breites Rahmenabkommen für eine Verständigung erzielt, aber es gibt immer noch ungelöste Schlüsselfragen“, sagte er der BBC. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif wertete die Verhandlungen dagegen als „sehr gut“. Es könne noch am Mittwoch mit der Arbeit an einem Text für eine Vereinbarung begonnen werden.

Lawrow sagte laut russischer Nachrichtenagentur Tass, das iranische Atomprogramm könne von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA überwacht werden. Demnach sind sich die Verhandlungspartner auch bei Schritten zur Aufhebung von Sanktionen einig geworden. Das US-Außenministerium erklärte, es seien genügend Fortschritte erzielt worden, um die Gespräche am Mittwoch fortzusetzen. Wichtige Fragen seien aber ungeklärt.

In Berlin sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes, eine Einigung sei möglich, aber nicht hundertprozentig sicher. Als Ziel bekräftigte sie: „Eine Einigung muss nachprüfbar, langfristig und glaubhaft den Weg Irans zu einer Atombombe ausschließen.“ China warnte vor einem Scheitern der Gespräche und rief alle Beteiligten zur Einigung auf.

Die Verhandlungen werden vor allem in Israel mit großer Skepsis verfolgt, weil sich die Regierung angesichts wiederholter Vernichtungsdrohungen aus Teheran vom Iran bedroht sieht. „Jetzt ist die Zeit für die internationale Gemeinschaft gekommen, auf einen besseren Vertrag zu beharren“, sagte Regierungschef Netanjahu in Jerusalem. Nach Angaben aus dem israelischen Verteidigungsministerium durchlief ein zusammen mit den USA entwickeltes neues Raketenabwehrsystem erfolgreich einige wichtige Tests. Diese hätten unter anderem am Dienstag, dem eigentlich letzten angesetzten Tag für die Atomgespräche, stattgefunden.

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