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Atomkonflikt Ahmadinedschad schreibt am Thema vorbei

Der Brief des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad ist am Montagabend im Weißen Haus angekommen. Doch die sehnlichst erwarteten Lösungsvorschläge für den Atomkonflikt enthält er nach US-Angaben nicht. Was lernen kann George W. Bush dennoch aus dem Brief.
Der iranische Präsident hat die US-Amerikaner mit seinem Brief enttäuscht. Foto: dpa

Der iranische Präsident hat die US-Amerikaner mit seinem Brief enttäuscht. Foto: dpa

HB WASHINGTON/NEW YORK. Das Schreiben aus Teheran gehe nicht nicht auf die Sorgen der internationalen Gemeinschaft im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm ein, sagte Präsidentensprecher Scott McClellan nach Angaben des US-Senders CNN bei einem Besuch George W. Bushs bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Florida. „Es gibt da eine ganze Reihe von Bedenken, die die internationale Gemeinschaft hinsichtlich des (iranischen) Regimes hat, und der Brief scheint nicht im geringsten auf diese Bedenken einzugehen“, sagte McClellan.

Wie CNN unter Berufung auf Regierungskreise in Washington weiter berichtete, kamen Außenministerin Condoleezza Rice und der Sicherheitsberater des Präsidenten, Stephen Hadley, nach einer ersten Durchsicht des Schreibens zu dem Schluss, dass es sich um eine breit angelegte, eher historische Betrachtung des amerikanisch-iranischen Verhältnisses handelt.

Das Schreiben Ahmadinedschads war am Montag nach iranischen Angaben der Schweizer Botschaft in Teheran übergeben worden, die im Iran die US-Interessen vertritt. Über den Inhalt teilte das iranische Außenministeriums zunächst nichts mit. Es hieß lediglich, der Präsident habe neue Vorschläge gemacht, um den schwelenden Konflikt zu lösen.

Die Außenminister der fünf Vetomächte des Weltsicherheitsrates und Deutschlands haben bei Beratungen zum iranischen Atomprogramm keinen Durchbruch erzielt. Die Formulierungen der geplanten Iran-Resolution stünden noch immer nicht fest, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Dienstagmorgen in New York. Dennoch betonte er: „Wir sind heute ein gutes Stück weitergekommen.“

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