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Atomkraft Warum in Japan die Lichter ausgehen könnten

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Bereits im Sommer könnte der Strom knapp werden

Nur noch 36 Prozent der Gesamtkapazität von 49 Gigawatt sind noch am Netz, und in den nächsten Monaten dürften weitere Reaktoren heruntergefahren werden. Bereits im Sommer könnte es knapp werden, wenn der Strombedarf erfahrungsgemäß besonders hoch ist. Einige Stromerzeuger rufen ihre Kunden nun zum Sparen auf; so sollen etwa der Elektronikkonzern Panasonic oder der Displayhersteller Sharp ihren Verbrauch um 15 Prozent verglichen mit 2010 drosseln. Insgesamt sind Gebiete von den Stromengpässen bedroht, die für 80 Prozent der japanischen Wirtschaftsleistung stehen. Weil es kaum noch Ausweichmöglichkeiten gebe, könnten manche Firmen zum Aufgeben oder Auswandern gezwungen sein, sagen Analysten.

„Für die Wettbewerbsfähigkeit Japans stehen kleine, hoch spezialisierte Firmen, die sich auf eine sichere und preisgünstige Stromversorgung verlassen können“, sagte Juichiro Takeuchi vom japanischen Zentrum für Wirtschaftsforschung. „Sorgen über die Kosten und die Sicherheit der Energieversorgung werden zu einer Aushöhlung der japanischen Industrie führen.“ Sollte es zu großflächigen Stromausfällen kommen, könnte das auch die weltweite Wirtschaft belasten, sagte Neil Beveridge von Bernstein Research in Hongkong. In der Politik kommt das Signal an. Doch ob es gelingt, die Sicherheitsbedenken der Bevölkerung aus dem Weg zu räumen, ist offen.

Erst im Mai hatte Ministerpräsident Naoto Kan überraschend das Herunterfahren des Atomkraftwerks in Hamaoka angeordnet. Inzwischen wurde aber eine neue Energiestrategie auf den Weg gebracht, und erst am Dienstag kündigten die japanischen Behörden an, die Regeln für den Betrieb von Kernkraftwerken zu überarbeiten. Derzeit warten die Kommunen auf die neuen Regeln, bevor sie die Kraftwerke wieder hochfahren lassen. Die massiven wirtschaftlichen Gefahren für das gebeutelte ostasiatische Land könnten sie aber dazu bewegen, doch noch ihr Plazet zu geben, damit nicht im April 2012 das Licht in Japan ausgeht.

  • rtr
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8 Kommentare zu "Atomkraft: Warum in Japan die Lichter ausgehen könnten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • In Ihrer Therapierunde würde man Sie für diesen inhaltslosen Beitrag vielleicht beklatschen, aber hier blamieren Sie sich nur.

  • Mit welchem Zeithorizont gilt das? Jetzt, ja. In 10 Jahren, das wird sich zeigen.

  • die Antwort werden wir bekommen wenn wir in der kalten und dunklen Wohnung sitzen.
    .
    Mit dem warmen Arsch im Sessel und vorm beleuchteten Bildschirm rumhacken, sind solche Entscheidungen immer simpel.

  • Zur Kernkraft gibt es keine Alternativen. Die BRD ist als Wirtschaftsstandort tot. Die Japaner werden so intelligent sein, und der Kernkraft eine Renaissance ermöglichen. Wir reden hier nicht über Siedewasserreaktor-Technologie aus den 70iger Jahren sondern über AKWS der 3. und 4. Generation, bei denen Freisetzung von Radioaktivität ausgeschlossen ist. Die großen Wirtschaftsnationen wie Indien, China, Russland, Brasilien setzten konsequent auf Kernenergie. In Indien und China werden in diesem Jahr noch 5 neue AKWs ans Netz gehen, was optimistisch stimmt und klar verdeutlicht, wo künftig der Puls der Weltwirtschaft schlägt. Jedenfalls definitiv nicht in der BRD. Stromintensive Konzerne wie Bayer und BASF habe bereits angekündigt, in der BRD nicht mehr zu investieren. General Motors will sich aus der BRD zurückziehen, ebenso will Dow Chemical große Teile der energieintensiven Produktion aus der BRD abziehen. Der Exodus der Industrie hat in der BRD (zum Glück) längst begonnen. Den Ökochaoten muss ein Denkzettel verpasst werden. Die BRD ist zu absolut technikfeindlichem Terrain verkommen. Wer als Vorstand hier noch investiert, handelt grob fahrlässig.

  • Leider tendieren Handelsblatt Schlagzeilen immer mehr Richtung Bildzeitung - die mancher Kommentatoren leider auch Herr DZukunft

  • na da sind wohl in ein paar oberstübchen die lichter schon ausgegangen
    uff was ist das denn für ein übler artikel - also wirklich liebes handelsblatt sowas muss doch nicht sein

  • Die Lichter gehen in Japan nicht aus

    Kassandra Rufe sind für Journalisten ein lebensnotwendiger Stoff: eine Katastrophe in der Welt ist das Gegenteil von einer Katastrophe für die Auflage. Der Fukushima GAU war eine schlimme Sache, keine Frage. Die Probleme der Stromversorgung in Japan ist nächsten Jahr ist nur ein leises Rauschen im Blätterwald. Die Japaner werden sich etwas einfallen lassen. Ein bisschen mehr Gas, ein bisschen mehr Strom sparen und soviel AKW Strom das es für alle reicht.

  • Damit hat Deutschland wohl den richtigen Weg beschritten,
    Alternative Energien nutzen und weg vom Atom
    Begleitende Maßnahmen müssen nun sein:
    1. Halbierung Verbrauch aller Autos, das geht!
    2. Halbierung Gebäude, auch durch Innendämmung
    3. LKW Maut verdriefachen, damit Unötiges weit
    transportiert wird

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