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Atomprogramm Iran weist EU-Drohung harsch zurück

Der Streit zwischen Teheran und der EU um das iranische Atomprogramm hat sich weiter verschärft. Staat Drohungen auszuprechen sollte die Europäische Union ihre eingegangenen Verpflichtungen erfüllen, zitierte die Nachrichtenagentur ISNA den iranischen Außenamtssprecher Hamid-Resa Assefi.

HB TEHERAN/WIEN. Die EU hatte der Regierung in Teheran zuvor offen mit dem Abbruch der seit Monaten laufenden Verhandlungen über ein umfassendes bilaterales Abkommen gedroht, falls Iran die Arbeit in der Atomanlage von Isfahan - wie am Montag angekündigt - wieder aufnimmt. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder warnte Iran vor der Wiederaufnahme seines seit Dezember 2004 ausgesetzten Atomprogramms.

Sprecher der iranischen Regierung bekräftigten jedoch, die Entscheidung zur Wiederaufnahme der Uran-Umwandlung in Isfahan sei „irreversibel“. In Isfahan wird Uran in das Gas Uranhexafluorid umgewandelt. Aus diesem Grundstoff kann mit Gaszentrifugen angereichertes Uran hergestellt werden, das - je nach Anreicherungsgrad - auch zur Herstellung von Atomwaffen verwendet werden kann.

Bei einer Wiederinbetriebnahme der Anlage von Isfahan werde die EU schon in den nächsten Tagen eine Sondersitzung des Gouverneursrats der UN-Atombehörde IAEO in Wien beantragen, um „andere Maßnahmen (gegen Iran) zu beschließen“, hieß es in einem Brief der EU an den iranischen Chefunterhändler Hassan Rowhani, der von den Außenministern Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens sowie dem EU-Beauftragten für Außenpolitik Javier Solana unterzeichnet wurde.

Das in ungewöhnlich deutlicher Sprache formulierte Schreiben wurde Rowhani am Dienstag in Teheran übergeben. Mit der Amtseinführung von Ahmadinedschad durch den obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei an diesem Mittwoch endet allerdings die Amtszeit von Rowhani.

US-Geheimdienstexperten gehen einem Bericht der „Washington Post“ zufolge davon aus, dass Iran noch etwa zehn Jahre für den Bau nuklearer Waffen braucht. Dies berichtete die Zeitung am Dienstag. Sprecher des Weißen Hauses hatten bisher gesagt, dass Teheran in wenigen Jahren fähig sein könnte, eine Atomwaffe zu entwickeln. Ein ranghoher Geheimdienstler sagte nach Angaben der Zeitung, dass „Iran entschlossen ist, Atomwaffen zu bauen“.

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