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Atomstreit Iran plant neuen Schritt - Warnung aus Europa

Der Iran hat am Dienstag seine Pläne zur Herstellung von Uranmetall vorgestellt. Außenminister Heiko Maas und seine Amtskollegen zeigen sich besorgt. Die Verhandlungen um ein neues Atomabkommen sind gefährdet.
07.07.2021 - 04:00 Uhr Kommentieren
Die jüngsten Pläne des Iran zur Herstellung von Uranmetall beunruhigten zuletzt die internationale Diplomatie. Quelle: dpa
Hassan Ruhani, der scheidende Präsident des Iran

Die jüngsten Pläne des Iran zur Herstellung von Uranmetall beunruhigten zuletzt die internationale Diplomatie.

(Foto: dpa)

Berlin/Teheran Die Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben den Iran vor einer weiteren Eskalation im Atomstreit gewarnt. In einer gemeinsamen Stellungnahme zeigten sich die drei Spitzendiplomaten am Dienstagabend "ernsthaft besorgt" darüber, dass Teheran weitere Schritte unternehme, um Uranmetall aus angereichertem Uran herzustellen. Der Iran habe keinen glaubhaften zivilen Bedarf für solches Material. Die entsprechende Forschung und Produktion seien "ein wesentlicher Schritt in der Entwicklung einer Atomwaffe", warnten sie.

Dieser "schwerwiegende Verstoß" gegen das Atomabkommen von 2015 gefährdet aus Sicht der Minister Heiko Maas, Jean-Yves Le Drian und Dominic Raab die Verhandlungen zur Rettung dieses Paktes. Derzeit pausieren die Wiener Gespräche, in denen es um die Aufhebung von US-Sanktionen und Einschränkungen des iranischen Atomprogramms geht. Der Termin für eine neue Runde steht noch nicht fest.

Die drei Außenminister reagierten auf einen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, wonach Teheran am Dienstag ankündigte, Uran mit einem Anreicherungsgrade von 20 Prozent zu verwenden, um daraus Uranmetall zu machen. Laut dem Iran soll das Material als Brennstoff für einen Forschungsreaktor dienen. Im Atomabkommen hatte sich Teheran jedoch dazu verpflichtet, diesen Brennstoff aus dem Ausland zu beziehen, statt das auch militärisch nutzbare Uranmetall selbst herzustellen. Seit dem Ausstieg des vorherigen US-Präsidenten Donald Trump aus dem Abkommen hat der Iran verschiedene nukleare Beschränkungen aufgehoben.

Mehr: Eskalation im Atomstreit mit Iran bei IAEA offenbar abgewendet

  • dpa
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