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Atomstreit Westerwelle droht Iran

Außenminister Guido Westerwelle kündigt verschärfte Sanktionen gegen Iran an: Sollte sich bestätigen, das Teheran nach Atomwaffen strebe, werde Europa reagieren. Auch der geistige Führer Chamenei äußert sich zu den atomaren Ambitionen seines Landes.
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Außenminister Guido Westerwelle. Quelle: dpa

Außenminister Guido Westerwelle.

(Foto: dpa)

HB BERLIN. Im Konflikt um das iranische Atomprogramm ist Deutschland zu weiteren internationalen Sanktionen bereit. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) reagierte mit "großer Sorge" auf den jüngsten Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde, wonach Teheran am Bau einer Atomwaffe arbeiten könnte. Falls der Iran weiterhin zu keinem ehrlichen Dialog bereit sei, werde sich die Völkergemeinschaft "nicht länger vertrösten" lassen. Einzelheiten zu möglichen Strafmaßnahmen nannte er nicht.

In Europa werden nach Angaben des Bundesaußenministers bereits Reaktionen auf die Indizien für die Entwicklung einer iranischen Atombombe abgestimmt. Er habe mit seinen Amtskollegen in Großbritannien und Frankreich sowie der Außenbeauftragten der Europäischen Union, Catherine Ashton, gesprochen, sagte der FDP-Chef.

"Eine atomare Bewaffnung des Iran wäre nicht für die Region eine erhebliche Gefährdung, sondern auch für die gesamte Welt", sagte Westerwelle. "Wir sind uns alle einig in der Völkergemeinschaft: Unsere Hand bleibt ausgestreckt. Wir sind unverändert bereit, auch mit dem Iran zu reden, wenn er zu einem ehrlichen Dialog zurückkehren will. Aber gleichzeitig wird die Völkergemeinschaft sich nicht länger vertrösten lassen."

Zuvor hatte bereits Regierungssprecher Ulrich Wilhelm gesagt, die Weltgemeinschaft sei gezwungen, den Weg weiterer umfassender Sanktionen gegen das Regime in Teheran zu gehen. "Die Bundesregierung trägt diesen Prozess entschieden mit." Eine militärische Lösung schloss er jedoch aus. "Wir halten nur eine diplomatische Lösung für eine gangbare Lösung."

In einem Bericht hatte zuvor die Internationale Atomenergiebehörde IAEA die Befürchtung geäußert, der Iran arbeite womöglich bereits an der Entwicklung eines atomaren Raketensprengkopfes. Das Land steht seit längerem im Verdacht, unter dem Deckmantel eines friedlichen Energieprogramms heimlich nach Atomwaffen zu streben.

Solchen Spekulationen stellte sich nun jedoch das geistliche Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, entgegen. Er sagte, Iran strebe nicht nach der Atombombe. Vertreter der USA und anderer westlicher Staaten hätten zuletzt in "absurden und überholten Kommentaren" behauptet, der Iran wolle Atomwaffen bauen, sagte Chamenei. "Wir glauben keineswegs an die Atombombe, und wir versuchen nicht, sie zu bekommen", sagte das geistliche Oberhaupt weiter vor ranghohen Militärs bei einer Veranstaltung im Süden des Landes.

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4 Kommentare zu "Atomstreit: Westerwelle droht Iran"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sehr geehrter Herr Außenminister Westerwelle, sie kommen mir vor wie ein Alleinunterhalter besserwisser und alles Könner, bis jetzt habe ich nichts Positives für die bundesrepublik Deutschland erreicht. Meine große bitte an sie, halten sie ihren Mund geschlossen und arbeiten sie für unser Land.
    Danke

  • Herr Westerwelle fährt unheimlich schwere Geschütze auf. Er möchte, dass die iranischen Politiker sich totlachen!

  • Westerwelle droht iran. Er drohte schon vor tagen. hat er heute wieder? Nun in diesem Fall werden die Mullahs, die 70 Millionen fanatiker dortunten am persischen Golf bestimmt kuschen.
    so ganz nebenbei: was isch mit dere Harzt iV Leit?

  • Da bekommen die iraner bestimmt Angst. Wer will schon gerne mit Wattebällchen beworfen werden?