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Atomtest in Nordkorea Südkorea bittet USA um Militär

Südkorea kritisiert den Test der Wasserstoffbombe in Nordkorea und droht Kim Jong-Un mit harten Strafen. Dafür fordert das Land Unterstützung von der US-Regierung. Die Amerikaner zweifeln indes noch an dem Bombentest.
Südkoreanische Aktivisten verbrennen das Porträt von Nordkoreas Regierungschef Kim Jong-Un. Atomkritiker gehen seit Mittwoch auf die Barrikaden, weil Nordkorea eine Wasserstoffbombe getestet hat. Quelle: dpa
Aktivisten aus Südkorea

Südkoreanische Aktivisten verbrennen das Porträt von Nordkoreas Regierungschef Kim Jong-Un. Atomkritiker gehen seit Mittwoch auf die Barrikaden, weil Nordkorea eine Wasserstoffbombe getestet hat.

(Foto: dpa)

Seoul Südkorea bemüht sich nach dem nordkoreanischen Atomtest um militärische Unterstützung seines Verbündeten USA. Beide Länder berieten über eine Verlegung strategischer Waffen der USA auf die koreanische Halbinsel, sagte ein Vertreter des südkoreanischen Militärs der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Details nannte er nicht.

Allerdings hatten die USA nach dem bis dahin letzten Atomtest Nordkoreas im Jahr 2013 mit einer Machtdemonstration reagiert und zwei atomwaffentaugliche B2-Stealth-Bomber über Südkorea eingesetzt. China forderte die Wiederaufnahme der sogenannten Sechs-Parteien-Gespräche. Experten warnten wegen der Unberechenbarkeit der autoritären Führung in Pjöngjang vor einer Eskalation in der ganzen Region.

US-Präsident Barack Obama hat bereits mit seiner südkoreanischen Kollegin Park Geun Hye über mögliche Reaktionen auf das Vorgehen Nordkoreas beraten. Mit Japans Regierungschef Shinzo Abe sei sich Obama in einem Telefonat einig gewesen, dass eine klare internationale Antwort notwendig sei, teilte das US-Präsidialamt mit.

Dass die USA ihre taktischen Atomraketen wieder in Südkorea stationieren, die sie 1991 dort abgezogen haben, ist nicht wahrscheinlich. Die US-Regierung sei in ihrer militärischen Reaktion eingeschränkt, sagte der Militärexperte Anthony Cordesman vom Center for Strategic and International Studies in Washington. „Jede Eskalation in dieser Region, jede Überreaktion kann leicht zu einem Konflikt nicht nur zwischen Süd- und Nordkorea führen, sondern auch China, die USA und Japan in eine Konfrontation ziehen.“

Südkorea selbst, das seit Ende des Korea-Krieges (1950 bis 1953) formell noch immer im Kriegszustand mit dem Norden ist, erklärte, es strebe nicht nach eigenen atomaren Abschreckungsmitteln. Die Regierung gab sich aber kampfbereit. „Unser Militär ist in Alarmbereitschaft“, erklärte der nationale Sicherheitsberater Cho Tae Yong. „Sollte Nordkorea provozieren, wird es dafür hart bestraft werden.“

Die Zweifel der USA
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