Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Atomwaffen-Debatte US-Botschafter Grenell kritisiert SPD

Grenell hat die Bundesregierung und besonders die SPD aufgefordert, die Atomwaffen nicht in Frage zu stellen. Deutschland müsse seine Nato-Verpflichtungen nachkommen.
14.05.2020 - 03:09 Uhr 1 Kommentar
Der US-Botschafter fordert Deutschland auf, seine Nato-Verpflichtungen wahrzunehmen. Quelle: AP
Richard Grenell

Der US-Botschafter fordert Deutschland auf, seine Nato-Verpflichtungen wahrzunehmen.

(Foto: AP)

Berlin Der US-Botschafter für Deutschland, Richard Grenell, hat die Bundesregierung und vor allem die SPD aufgefordert, die deutsche Beteiligung an der atomaren Abschreckung der Nato nicht in Frage zu stellen. „Statt die Solidarität zu untergraben, die das Fundament der atomaren Abschreckung der Nato bildet, ist es jetzt an der Zeit, dass Deutschland seinen Verpflichtungen gegenüber seinen Bündnispartnern nachkommt und kontinuierlich in die nukleare Teilhabe der Nato investiert“, schreibt Grenell in einem Gastbeitrag für die Tageszeitung „Die Welt“ (Donnerstag). „Die politische Führung Deutschlands, besonders die der SPD, muss jetzt deutlich machen, dass die Bundesrepublik diese Zusagen einhält und an der Seite ihrer Bündnispartner steht.“

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hatte am Wochenende gefordert, dass Deutschland die Stationierung von US-Atombomben künftig ausschließen solle. Unterstützung erhielt er vom SPD-Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte sich im Namen der Bundesregierung allerdings klar zum Prinzip der atomaren Abschreckung bekannt. Auch Außenminister Heiko Maas (SPD) lehnte den Vorstoß seiner Parteifreunde ab.

Auf dem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Büchel lagern Schätzungen zufolge noch etwa 20 US-Atombomben. Für ihren Einsatz im Ernstfall sind dort Tornado-Kampfflugzeuge der Bundeswehr stationiert.

Innerhalb der Großen Koalition laufen derzeit Gespräche über den Ersatz für die überalterte Tornado-Flotte. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will US-Kampflugzeuge vom Typ F-18 beschaffen. Grenell sagte, eine „glaubwürdige atomare Abschreckung, auch durch atomwaffenfähige Flugzeuge“, sei eine Kernfähigkeit der Nato. „Diese Fähigkeit wird in der heutigen Welt benötigt, und Deutschland hat sich verpflichtet, dazu beizutragen.“

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mehr: Jens Stoltenberg begrüßt Atomwaffen-Bekenntnis der Bundesregierung.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Atomwaffen-Debatte - US-Botschafter Grenell kritisiert SPD
    1 Kommentar zu "Atomwaffen-Debatte: US-Botschafter Grenell kritisiert SPD"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Haben wir Nato-Verpflichtungen in bezug auf Atomwaffen? Wenn ja muessten die schnellstens revidiert werden.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%