Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Atomwaffenabbau Russland könnte Obamas Abrüstungspläne behindern

Die Ankündigung einer weiteren atomaren Abrüstung stößt bei Gegnern von US-Präsident Obama auf Kritik. Darüber hinaus scheint es fraglich, ob Russland bei einer Abrüstung über bestehende Verträge hinaus mitziehen wird.
20.06.2013 - 13:01 Uhr 4 Kommentare
Bei seiner Berliner Rede hat US-Präsident Barack Obama Russland unter Druck gesetzt, sich weiteren nuklearen Abrüstungsverhandlungen zu stellen. Quelle: ap

Bei seiner Berliner Rede hat US-Präsident Barack Obama Russland unter Druck gesetzt, sich weiteren nuklearen Abrüstungsverhandlungen zu stellen.

(Foto: ap)

Washington Mit seiner Berliner Rede hat US-Präsident Barack Obama am Mittwoch Russland unter Druck gesetzt, sich weiteren nuklearen Abrüstungsverhandlungen zu stellen. Obama hatte angekündigt, über bestehende Verträge hinaus die Zahl der atomaren Sprengköpfe um ein weiteres Drittel abzubauen. Konkret handelt es sich dabei um 1000 bis 1100 US-Atomwaffen, die wegfallen würden. Da dies im Zuge von internationalen Verhandlungen stattfinden soll, spielte Obama den Ball nach Moskau.

Um die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und den USA ist es jedoch derzeit nicht allzu gut bestellt. Die USA sind unzufrieden mit der Menschenrechtslage in Russland und der G8-Gipfel zu Beginn dieser Woche hat die klare Meinungsverschiedenheit über Waffenlieferungen an Syrien verdeutlicht. Sollte Obama seine Ankündigung tatsächlich unter den Vorbehalt von Verhandlungen mit Russland stellen, könnte sie sehr schnell zur Luftnummer werden, sagen Kritiker in Washington.

Bruce Blair von Global Zero, einer internationalen Abrüstungsinitiative, sagt, dass die Einbeziehung Russlands „praktisch die Totenglocke für die Abrüstung“ läute. Außerdem gebe es nach den Worten des Atomwaffenfachmanns im US-Senat starken Widerstand gegen eine weitere Verkleinerung des Nuklearwaffenarsenals der US-Streitkräfte. Obamas Gegner im Senat meldeten sich dann auch unmittelbar nach seiner Rede zu Wort.

So beurteilte die republikanische Senatorin Kelly Ayotte Obamas Ankündigung als „töricht und gefährlich“. Ihr Parteifreund Mike Enzi warnte vor einem Kuschelkurs mit Moskau, bei dem die nukleare Bedrohung durch Nordkorea oder den Iran übersehen werde. Enzi vertritt im Senat den Bundesstaat Wyoming, einen von drei Staaten, in denen Interkontinentalraketen unterirdisch in Silos schlummern. Eine weitere nukleare Abrüstung könnte zu Standortschließungen führen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Der republikanische Senator Bob Corker, ebenfalls Gegner einer Verkleinerung der atomaren Bewaffnung der USA, sagt, dass Außenminister John Kerry ihm noch am Dienstag versichert habe, dass jedweder weitere Abbau von Sprengköpfen an Verhandlungen mit Russland geknüpft sei und damit unter Zustimmungsvorbehalt des Senats stehe. Allerdings hat Obamas Demokratische Partei derzeit die Mehrheit im Senat.

    Frankreich will Obamas Abrüstungsangebot nicht folgen
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Atomwaffenabbau - Russland könnte Obamas Abrüstungspläne behindern
    4 Kommentare zu "Atomwaffenabbau: Russland könnte Obamas Abrüstungspläne behindern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Obama hat schon so viel angekündigt, das ist doch alles nur heiße Luft
      und bei seinem Brli-Besuch hätte das überhaupt nicht auf die Agenda gehört.
      Dieser Mann war immer nur ein Blender

    • Das ist doch nur Propaganda aus der Mottenkiste, für ein bestelltes Publikum und die Naiven im Lande; das gemeine Volk war ja diesmal auch von der Veranstaltung ausge-schlossen.
      Die USA kreisen Rußland mit vielen hunderten von Militärstützpunkten und marinemäßig, weltweit systematisch ein und beginnen dann von atomarer Abrüstung zu faseln, genau wissened, daß Rußland wegen der strategischen Situation nicht zustimmen kann: http://de.rian.ru/politics/20130619/266330366.html


    • Zitat : Russland könnte Obamas Abrüstungspläne behindern

      - das gehört zum Konzept des größten Blenders aller Zeiten :

      er labbert was in einem Land, das gar keinen Bezug zur Sache hat, gibt großkotzig populistische Abrüstungspläne bekannt,

      und später schiebt er das Scheitern seiner Luftblasen auf die Russen oder Franzosen, mit denen er sich im Vorfeld erst gar nicht unterhalten hat !

      Und für so einen Blender gibt die Zonenwachtel mit ihrer Umgebung Steuergelder aus und bietet diesem Schwätzer die Bühne in Berlin....?

      Unfassbar, das politische Schmarotzertum !!!!

      Abwahl des Gesocks im September !

    • Mal ehrlich: Was soll eigentlich das Gefasel von Abrüstung ?? Ob wir die Welt nun 30 mal oder nur 20 mal in die Luftb jagen können, dürfte letztlich wohl ziemlich egal sein. 1 mal reicht schon.
      Also entweder Abrüstung ALLER atomaren Waffen oder Mund halten. Das Gequatsche von Obomba bezüglich irgendwelcher Teile ist dämliche Propaganda, die überflüssig ist.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%