Attacke auf Sarkozy Paketbomben in Griechenland abgefangen

Der französische Präsident Sarkozy ist offenbar nur knapp einem Briefbombenattentat entgangen. Die griechische Polizei hat mehrere verdächtige Sprengstoff-Päckchen abgefangen, die an den Sarkozy und diverse Botschaften adressiert gewesen seien. Ermittler gehen von aus, dass Linksradikale hinter den Anschlägen stecken.
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Frankreichs Präsident Sarkozy war Adressat einer Briefbombe. Quelle: Reuters

Frankreichs Präsident Sarkozy war Adressat einer Briefbombe.

(Foto: Reuters)

HB ATHEN. Die griechische Polizei hat mehrere Paketbomben abgefangen, von denen eine an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy adressiert war. Die anderen Päckchen sollten an die Botschaften Belgiens und der Niederlande gehen, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte.

Zudem sei ein weiteres, für die Vertretung Mexikos bestimmtes Paket bei einem Lieferservice in Athen in den Händen einer Angestellten explodiert, die sich leicht verletzt habe. Die abgefangenen Pakete seien kontrolliert gesprengt worden.

„Es ist nicht klar, was das Motiv hinter diesen Angriffen war“, sagte der Sprecher. Die Polizei gehe nicht davon aus, dass es eine Verbindung zur radikal-islamischen Al-Kaida gebe. „Aber die Ermittlungen laufen noch.“ Ein 22- und ein 24-Jähriger seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Der Jüngere stehe in Verdacht, Mitglied einer linksgerichteten griechischen Guerilla-Gruppe zu sein. Die beiden Männer seien bewaffnet gewesen, einer habe eine kugelsichere Weste getragen. Ein Polizeimitarbeiter sagte, in den Paketen sei zu wenig Sprengstoff verwendet worden, um eine tödliche Wirkung entfalten zu können.

In Griechenland ist es nach der Tötung eines Jugendlichen durch die Polizei in den vergangenen zwei Jahren häufiger zu Anschlägen gekommen, zu denen sich in der Regel linke Gruppierungen bekannten. Im Juni explodierte eine Paketbombe in dem Ministerium, dem die Polizei unterstellt ist. Ein wichtiger Ministerberater wurde getötet.

Am Freitag waren zwei Paketbomben aus dem Jemen abgefangen worden, die auf das Konto der Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel gehen sollen. Sie waren an jüdische Einrichtungen in Chicago adressiert. Ein Paket war auf dem Flughafen Köln/Bonn umgeladen worden.

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