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Attacke von US-Senator McCain nennt Orban „neofaschistischen Diktator“

John McCain hat Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban scharf kritisiert. Der US-Senator bezeichnete ihn als einen „neofaschistischen Diktator, der sich mit Putin ins Bett legt“. Nun sucht Budapest das Gespräch.
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US-Senator bezeichnete Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban als „neofaschistischen Diktator“. Quelle: ap

US-Senator bezeichnete Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban als „neofaschistischen Diktator“.

(Foto: ap)

BudapestDie ungarische Regierung sucht das Gespräch mit US-Senator John McCain, nachdem dieser den rechts-konservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban als „neofaschistischen Diktator“ bezeichnet hatte. „Die ungarische Diplomatie wird unverzüglich den Kontakt mit US-Senator John McCain aufnehmen“, erklärte der Regierungssprecher Zoltan Kovacs am Mittwoch der staatlichen Nachrichtenagentur MTI.

McCain hatte sich am Vortag in einer Anhörung des US-Senats zu Botschafterernennungen geäußert. Dabei hatte er die Entsendung der TV-Produzentin Colleen Bell nach Budapest scharf kritisiert. Diese sei „völlig unqualifiziert“, um die US-Interessen in dem strategisch wichtigen mitteleuropäischen Land zu vertreten. Bell hatte US-Präsident Barack Obama im Wahlkampf finanziell unterstützt.

„Ich bin nicht gegen politische Ernennungen“, führte McCain aus. „Aber hier haben wir ein Land (Ungarn), das an der Schwelle dazu steht, seine Souveränität an einen neofaschistischen Diktator abzutreten, der sich mit Wladimir Putin ins Bett legt, und wir schicken die Produzentin von „Reich und schön“ als Botschafterin dahin.“

Die EU und die USA werfen Orban einen autoritären Herrschafsstil vor. Auch wegen der Anlehnung an Putins Russland nahm Orban Konflikte mit seinen westlichen Verbündeten in Kauf. Die USA hatten zuletzt gegen sechs hohe ungarische Regierungsoffizielle, unter ihnen die Leiterin der Steuerbehörde, wegen mutmaßlicher Korruption Einreiseverbote verhängt.

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  • dpa
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4 Kommentare zu "Attacke von US-Senator: McCain nennt Orban „neofaschistischen Diktator“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Soweit ist US-Amerika von Europa entfernt! Und auf Basis dieses Nichtwissens über Europa und seine ganz eigene Tektonik werden fatale Entscheidungen und Eingriffe gefällt, s. aktuell die US-amerikanische Einmischung in der Ukraine ... als nächstes wird dann wohl Ungarn auf Spur gebracht werden.
    Da ist es fast egal, das Orban in freien und gleichen Wahlen bestimmt wurde. Eines ist allerdings richtig, Orban hat US-amerikanischen Finanzinteressen in dem Land eine herbe Absage beschert. Ungarn wäre an diesen Interessen aber auch fast zugrunde gegangen.

  • Man sollte Mc Cain daran erinnern, dass in Kiew ein neonazistischer Polizeichef namens Vadim Trojan, ehemals Kommandeur der berüchtigten Asow-Truppe, amtiert.

    Faschistische Kampfttruppen werden im Donbass von Kiew eingesetzt und brechen ständig den Waffenstillstand.

    Das sind Tatsachen, die Herrn Mc.Cain interessieren sollten, wenn er sich über europäische Politik versucht zu informieren.

  • Aber, aber, Herr Orban, wer wird denn hier ungehorsam werden. McCain weiss wo ihr Auto steht ;–)

  • Merkwürdig, wenn solche Worte wie die des Soziopathen McCain hier als Kommentar erschienen, würden sie sofort gelöscht.
    McCain spricht für sich und die amerikanische Diplomatie. Kriegslüstener und verlogener geht es nicht.
    Wenn ich an den vorauseilenden Gehormsam von Erika und Larve denke, wird mir einfach speiübel. Zum Kotzen!