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Attentate von Paris Ermittler jagen zwei Verdächtige

Belgiens Staatsfeind Nummer Eins, Salah Abdeslam, ist weiter auf der Flucht. Nun fahnden belgische und französische Ermittler nach zwei möglichen Komplizen. Sie sollen „gefährlich und wahrscheinlich bewaffnet“ sein.
04.12.2015 - 19:19 Uhr
Belgische und französische Ermittler suchen nach den Attentaten von paris zwei neue Verdächtige. Quelle: dpa
Fahndung nach Verdächtigen

Belgische und französische Ermittler suchen nach den Attentaten von paris zwei neue Verdächtige.

(Foto: dpa)

Brüssel Drei Wochen nach den Terroranschlägen von Paris suchen belgische und französische Ermittler zwei weitere Verdächtige. Sie sollen mit dem Terrorverdächtigen Salah Abdeslam gut zwei Monate vor den Attentaten in Ungarn gewesen sein, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Brüssel mit. Die Polizei warnte, die Männer seien gefährlich und wahrscheinlich bewaffnet.

Abdeslam gilt seit der Pariser Terrorattacke vom 13. November in Belgien als Staatsfeind Nummer Eins. Er ist der Bruder eines der Pariser Selbstmordattentäter und weiter flüchtig.

Abdeslam sei im September zweimal in einem Mietwagen nach Budapest gereist, berichtete die Staatsanwaltschaft. Was er dort machte, blieb offen.

Am 9. September sei der 26-Jährige an der Grenze zwischen Ungarn und Österreich in Begleitung von zwei anderen Personen kontrolliert worden. Sie benutzten, wie sich später herausstellte, gefälschte belgische Personalausweise. Nach diesen Männern wird nun gefahndet.

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    „Es gibt fast immer eine Verbindung nach Molenbeek“
    Molenbeek
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    Schon länger gilt Belgien als Zufluchtsort radikaler Islamisten – erst recht nach den Pariser Anschlägen im vergangenen November, von denen wieder einmal direkt Spuren nach Brüssel führen. Damals stellte die belgische Presse sogar einen Zusammenhang zwischen den Paris-Attentaten und einem besonders berüchtigten Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates (IS) aus Brüssel her: Abdelhamid Abaaoud; er stammt aus Molenbeek, einem als Islamisten-Hochburg bekannten Brüsseler Stadtviertel.

    (Foto: AFP)
    Großeinsatz
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    Einer der Attentäter von Paris soll Verbindungen zu Abaaoud gehabt haben. Der Name des betreffenden Selbstmordattentäters von Paris tauche in mehreren Strafverfahren aus den Jahren 2010 und 2011 zusammen mit dem von Abaaoud auf, meldete die flämische Zeitung „De Standaard“.

    (Foto: Reuters)
    Razzia
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    Damals eröffnete die Justiz mehrere Strafverfahren. Zwei Verdächtigen wurde ein „Terroranschlag und die Teilnahme an den Aktivitäten einer Terrorgruppe“ vorgeworfen.

    (Foto: Reuters)
    In der Nachbarschaft
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    Abaaoud, der später bei der Razzia in Paris ums Leben kam, galt als Kopf der Islamistenzelle von Verviers. In dem ostbelgischen Ort war im vergangenen Jahr eine Islamistenzelle zerschlagen worden, die Anschläge auf die Polizei geplant haben soll.

    (Foto: Reuters)
    Wohnviertel
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    Ein internationaler Haftbefehl wurde auch gegen Salah Abdeslam erlassen, der ebenfalls in Molenbeek gelebt hat und kurz vor den Anschlägen in Brüssel festgenommen wurde. Ein Bruder von Abdeslam war einer der Selbstmordattentäter von Paris.

    (Foto: Reuters)
    Brennpunkt Molenbeek
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    Belgien ist mit seinen elf Millionen Einwohnern eines der kleineren EU-Länder. Bezogen auf die Bevölkerung hat es aber den größten Anteil radikaler Islamisten, die nach Irak und Syrien in den sogenannten Heiligen Krieg ziehen. Fast 500 „belgische Islamisten“ sind vom Geheimdienst identifiziert worden. Immer wieder wurden in der Vergangenheit Anti-Terror-Gesetze verschärft und terroristische Netzwerke ausgehoben. Trotzdem gilt Belgien als vergleichsweise sicherer Hafen für Islamisten. In der Hauptstadt Brüssel wiederum gilt Molenbeek als Brennpunkt, wo die Arbeitslosigkeit und die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund gleichermaßen hoch sind.

    (Foto: AFP)
    Markt in Molenbeek
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    Besonders viele Molenbeeker sind Muslime, und unter diesen findet sich auch eine radikale Minderheit. In dieser kleinen Minderheit gebe es Leute, die „auf europäischer Ebene bekannt sind“ und andere Extremisten anzögen, analysiert der Terrorismus-Experte Claude Moniquet. Belgiens Regierungschef Charles Michel ist sich des Problems bewusst: „Ich stelle fest, dass es fast immer eine Verbindung nach Molenbeek gibt“, sagt Michel.

    (Foto: Reuters)

    Einer der gefälschten Ausweise sei bei der Geldüberweisung vier Tage nach den Pariser Attentaten benutzt worden. Eine Summe von 750 Euro ging an die Cousine des mutmaßlichen Hintermanns der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud. Hasna Aitboulahcen kam wie Abaaoud bei einem Polizei-Einsatz im nördlich von Paris gelegenen Saint-Denis ums Leben.

    • dpa
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