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Auch deutsche Unternehmen betroffen Mehrere Siemens-Mitarbeiter unter den Verletzten

„Das ist das Werk von Verrückten. Ich finde keine Worte.“ Der Pressesprecher von Siemens in Madrid, Herbert Lampka, ist schockiert von den Bildern, die am Morgen über den Fernseher in seinem Büro laufen. Bei den ständig steigenden Zahlen von Toten und Verletzten möchte er am liebsten weghören.

fz DÜSSELDORF. Aber er ist besonders besorgt, da sich einige Mitarbeiter immer noch nicht gemeldet haben. „Hier ist das absolute Chaos ausgebrochen. Der Verkehr und das Telefon sind zusammengebrochen.“ Siemens-Mitarbeiter und Familienangehörige aus der ganzen Welt melden sich besorgt bei den Kollegen in Madrid, und am Nachmittag muss Lampka dann die Nachrichten verkünden: Acht Kollegen wurden verletzt, darunter eine Deutsche. Zwei spanische Mitarbeiter gelten weiterhin als vermisst.

Deutsche Unternehmen wie VW, Daimler-Chrysler, BMW, Siemens oder BASF sind in Spanien stark vertreten. Die Angst vor Terror und Anschlägen ist für sie nicht neu. „Seit Jahren leben wir hier schon mit der ständigen Angst und vielen Sicherheitsvorkehrungen. Unser größtes Werk liegt im baskischen Vitoria“, erzählt Enrique Aguirre von Mercedes-Benz España. „Nach dem Anschlag haben wir erst mal alle Sitzungen außerhalb des Hauses abgesagt und die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Aber wirkliche Sicherheit gibt es vor solchen Anschlägen nicht.“ Der Pressesprecher von Mercedes-Benz in Spanien war am Abend zuvor noch in der Madrider Innenstadt unterwegs, in der es vor Polizisten nur so wimmelte, wegen des Champion- League-Spiels. „Selbst das konnte die Terroristen nicht schrecken“, bemerkt er. „Gegen solche Wahnsinnigen sind wir eben machtlos.“

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