Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Auch in Deutschland wird die Abschaffung des Pfingstmontags als arbeitsfreier Feiertag diskutiert Millionen Franzosen machen blau

Proteststreiks gegen den Wegfall des Pfingstmontags als Feiertag haben das öffentliche Leben in vielen Städten Frankreichs behindert. Millionen Beschäftigte blieben trotz eines neuen Gesetzes, das den bislang freien Pfingstmontag zu einem normalen Arbeitstag macht, zu Hause.

HB PARIS. Nach Medienberichten folgte insgesamt rund die Hälfte der Arbeitnehmer entsprechenden Streikaufrufen der Gewerkschaften. Damit demonstrierten die Franzosen zwei Wochen vor dem Referendum über die EU-Verfassung der Regierung in Paris erneut ihre Unzufriedenheit.

Briefträger, Busfahrer und Lehrer gingen nicht zur Arbeit. In fast 90 Städten, darunter Bordeaux, Marseille, Lille und Straßburg, wurden die meisten Busse und Bahnen bestreikt. Auch viele Lehrer folgten dem Streikaufruf. Zahlreiche Eltern behielten ihre Kinder zu Hause. In Paris blieb ein Verkehrschaos jedoch aus. Züge und U-Bahnen verkehrten fast normal, ebenso wie Züge im übrigen Frankreich. Am Flughafen Orly kam es wegen eines Fluglotsenstreiks zu Verspätungen.

Seit Wochen hatte der Widerstand gegen den zusätzlich „verordneten Arbeitstag“ zugenommen. Die französische Regierung hatte diesen „Solidaritätstag mit alten Menschen“ im vergangenen Jahr von ihrer konservativen Mehrheit im Parlament verabschieden lassen. Die dadurch eingenommenen zwei Mrd. € soll für eine verbesserte Altenpflege eingesetzt werden.

Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen