Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Auf der Flucht 21 Flüchtlinge vor türkischer Küste ertrunken

Wieder ertrinken Flüchtlinge im Mittelmeer. An der türkischen Küste sind 21 Tote angespült worden. Es handelt sich um syrische, irakische und algerische Flüchtlinge, darunter eine Schwangere und mehrere Kinder.
Update: 05.01.2016 - 14:38 Uhr
Wieder ertrinken Menschen auf der Flucht im Mittelmeer. Quelle: dpa
Ertrunken

Wieder ertrinken Menschen auf der Flucht im Mittelmeer.

(Foto: dpa)

Istanbul An der türkischen Küste sind 21 Leichen von Flüchtlingen angespült worden. Die Toten seien am Dienstag in den westtürkischen Distrikten Ayvalik und Dikili geborgen worden, berichtete der Sender CNN Türk. Unter den Toten seien eine Schwangere und mehrere Kinder.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Dogan starben mindestens 13 Menschen am Dienstagmorgen in der Region Dikili, als ihr Boot bei schlechtem Wetter auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos kenterte. Sieben weitere Menschen starben demnach, als Wasser in ein mit 58 Flüchtlingen überfülltes Schlauchboot vor dem Badeort Dikili eindrang.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu waren die Migranten irakische, algerische und syrische Staatsangehörige. Dutzende Flüchtlinge konnten laut Dogan gerettet werden, viele mussten mit Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Ein Reporter von CNN Türk sagte, die Migranten hätten zur Überfahrt Schlauchboote benutzt. Viele hätten Schwimmwesten getragen, die jedoch nicht funktionsfähig seien. Vielmehr hätten sich diese noch mit Wasser vollgesaugt. Die See in der Region ist zurzeit stürmisch.

Trotz winterlicher Temperaturen und derzeit schlechter Wetterbedingungen versuchen nach Angaben der türkischen Behörden weiterhin zahlreiche Flüchtlinge, von der türkischen Küste aus die griechischen Ägäis-Inseln und damit die EU zu erreichen. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kamen im vergangenen Jahr etwa 700 Menschen bei dem Versuch ums Leben, über die Ägäis die EU zu erreichen oder sie verschwanden.

Die Türkei hat nach eigenen Angaben 2,2 Millionen Flüchtlinge alleine aus Syrien aufgenommen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) kamen im vergangenen Jahr mehr als 800.000 Flüchtlinge auf dem Seeweg von der Türkei in das EU-Mitgliedsland Griechenland.

Es gibt 25 Flüchtlingslager in der Türkei. Die Mehrzahl der Syrer lebt jedoch außerhalb der Aufnahmezentren und ist auf sich alleine gestellt. Die schwierigen Lebensbedingungen in der Türkei geben viele Flüchtlinge als Hauptgrund für ihre Migration nach Europa an.

  • dpa
  • afp
Startseite
Serviceangebote