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Auf Weibo & Co. China zensiert den Buchstaben „N“ im Internet

Nach der Ankündigung, die Amtszeit Xi Jinpings zu verlängern, schwappt eine neue Zensurwelle durch Chinas Internet. Sie nimmt kuriose Auswüchse an.
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China zensiert den Buchstaben N im Internet Quelle: dpa
Chinesische Buchstaben

Die Internetgemeinde rätselt, was es mit dem Verbot des Buchstaben „N“ auf sich haben könnte.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDass die chinesische Regierung das Internet kontrolliert ist bekannt. Dass viele Seiten wie Facebook und bestimmte Begriffe in China gesperrt sind – nichts Neues. Doch die neueste Internet-Zensur durch die chinesischen Behörden hat für viel Stirnrunzeln gesorgt: Kurzzeitig war im chinesischen Internet der Buchstabe „N“ verboten.

Die neuen Verbote wurden nach der Ankündigung, dass Staatspräsident Xi Jinping durch eine Verfassungsänderung länger als zwei Amtszeiten regieren soll, durchgesetzt. Im chinesischen Twitter, Weibo, waren laut einem Bericht der „China Digital Times“ zahlreiche Wörter blockiert.

Dazu gehören auch „Disney“ und „Winnie Pooh“. Also diejenigen Comic-Figur, mit der Xi in der Vergangenheit mehrfach verglichen wurde. „Xi Zedong“, eine Mischung aus Xis Namen und dem des Revolutionsführers Mao Zedong, gehörte ebenfalls zu den verbotenen Wörtern. Weitere Kandidaten: Kritische Begriffe wie „nicht zustimmen“, „lebenslange Kontrolle“ und „ich lehne ab“, aber auch Erwähnungen literarischer Werke wie George Orwells „1984“ und „Animal Farm“.

Und nun auch der Buchstabe „N“. Die Internetgemeinde rätselt, was es mit dem Verbot auf sich haben könnte. Der Blogger Victor Mair mutmaßt, dass die Behörden verhindern wollten, dass mit „N“ über die Amtszeiten Xis diskutiert werde, in Form von „n > 2“ – wie in der Mathematik. Andere glauben, dass das „N“ nur ein vorübergehendes Opfer voreiliger Entscheidungen war.

Seit Montagnachmittag chinesischer Zeit ist der Buchstabe wieder erlaubt – die Schlagwörter „Personenkult“, „auswandern“ und „unfähiger Herrscher“ werden darauf wohl noch ein Weilchen warten müssen.

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