Ausschreitungen in der Türkei Regierungschef Erdogan bleibt hart

Erdogan gibt auch kurz vor seiner Rückkehr in die Türkei nicht klein bei, sondern provoziert lieber: Die Umgestaltung des Gezi-Parks solle weitergehen. Außerdem seien Terroristen unter den Demonstranten.
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Der türkische Regierungschef Erdogan sagt in Tunesien, zwischen den türkischen Demonstranten seien Terroristen. Quelle: AFP

Der türkische Regierungschef Erdogan sagt in Tunesien, zwischen den türkischen Demonstranten seien Terroristen.

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BrüsselDer türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan sieht unter den Teilnehmern der seit Tagen anhaltenden regierungskritischen Proteste auch Mitglieder einer „Terrororganisation“ am Werk. „Unter den Demonstranten sind Extremisten, einige sind in den Terrorismus verstrickt“, sagte Erdogan am Donnerstag in Tunesiens Hauptstadt Tunis laut der arabischen Übersetzung seiner Äußerungen. Er verwies dabei auf Mitglieder einer "Terrororganisation", die sich zu einem Anschlag auf die US-Botschaft am Februar in Ankara bekannt hatte.

Bei dem Selbstmordanschlag auf die US-Vertretung war Anfang Februar ein Wachmann getötet worden. Die linksextreme Gruppe Revolutionäre Volksbefreiungsfront (DHKP-C) übernahm später die Verantwortung für das Attentat.

Einer zentralen Forderung der Demonstranten, dem Stopp eines Bauvorhabens in Istanbul, erteilte Erdogan eine Absage: Er werde die Umgestaltung des Gezi-Parks in der Metropole vorantreiben, sagte Erdogan. Die landesweite Protestwelle hatte sich am vergangenen Freitag am Gewalteinsatz gegen eine Handvoll Parkschützer entzündet. Seitdem kam es vor allem in Istanbul und Ankara immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Erdogan wird am Donnerstagabend zurück in der Türkei erwartet.

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7 Kommentare zu "Ausschreitungen in der Türkei: Regierungschef Erdogan bleibt hart"

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  • Hier Bilder aus der Türkei die man in den Medien nicht gezeigt bekommt!

    Warum nicht???

    https://www.facebook.com/photo.php?v=641215335906130

  • "Die landesweite Protestwelle hatte sich am vergangenen Freitag am Gewalteinsatz gegen eine Handvoll Parkschützer entzündet. Seitdem kam es vor allem in Istanbul und Ankara immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften."

    Eine Handvoll Parkschützer?

    Am Samstag war der Taksim-Platz mit Zehntausenden von Menschen gefüllt und sie schreiben ein Handvoll?

    Informationkrieg?

  • Ist das der türkische Frühling?

    Ist der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan der neue Mubarak?

    Die Geschichte warnt uns beständig, dass es mithin nur einen Funken braucht, um ein politisches Fegefeuer zu entzünden.

    Die kürzlich aufgetretenen Funken in Istanbul wurde von einer kleinen Gruppe sehr junger Umweltschützer bereit gestellt, die ein friedliches Sit-in im Occupy-Stil auf dem Taksim-Platz organisierten, um gegen die geplante Zerstörung einer der wenigen verbliebenen öffentlichen Grünflächen im Stadtzentrum, dem Gezi Park, zu protestieren.

    Der Grund der Zerstörung des Gezi Park, ist die geplante Errichtung eines Einkaufszentrum. Es ist wichtig zu beachten, dass der Bürgermeister von Istanbul, auch von der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), eine Einzelhandelskette besitzt, die einen satten Gewinn aus dem Einkaufszentrum zieht.

    Und der Mann, der den Zuschlag für diese “Sanierung” erhalten hat, ist nicht weniger als Erdogans Schwiegersohn.

    Wie vorauszusehen war, führte harte polizeiliche Repression dazu, dass sich den Demonstranten die Top-Kader der türkischen Hauptoppositionspartei, der Republikanischen Volkspartei (CHP), anschlossen.

    Und eher früher als später verwandelte sich das grüne Thema vom Taksim-Platz in ein “Nieder mit dem Diktator”.

    Am Samstag war der Taksim-Platz mit Zehntausenden von Menschen gefüllt; eine Vielzahl von ihnen war über die Bosporus-Brücke von der asiatischen Seite Istanbuls gegangen, indem sie auf Pötten und Pfannen im argentinischen Cacerolazo-Stil von 2002 schlugen und offen auf dem Gesetz gegen die Überquerung der Brücke durch Fußgänger herumtrampelten. Die Polizei schraubte die Repression mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Tränengas hoch.

    Warum erfahren wir nichts darüber in den Medien?

    Wer steht hinter den Medien???

  • Nun da Erdogan die Demostranten als Terroristen bezeichnet, werden seine Gegner in Deutschland Telefonisch und Internet überwacht und die Daten werden den Geheimdienst der Türkei übermittelt. Bei Einreise in die Türkei droht Verhaftung.
    Die Bilder des Aufstandes in der Türkei werden immer dünner
    in Deutschen Medien gezeigt. Hier ist schon ein Stück Türkei zu Hause. Sonst immer bereit nach dramatischen Bildern zu suchen, ist die Deutsche Presse bereit Demostrationen in Deutschland gegen Erdogan nicht mehr zu zeigen und in der Türkei beugt man sich der nicht vorhandenen Pressefreiheit. Zum Glück gibt es CNN.

  • Die Durchhalte- Mails Deutscher Politiker müssen sich vermutlich schon bei Erdogan stapeln. Ansonsten immer noch Ruhe bei politischen Anhängern Erdogans. Die Grünen,Roten,Linken schweigen die Aufstände aus. Aber zumindest erwarte ich von Angela Merkel die als einzige Politikerin Erdogan auch in der Türkei die Stirn bot, jetzt klare Worte zu finden. Sie sollte die Chance nutzen
    und den Erdogans hier und in der Türkei klarmachen, dass ein System das Unterdrückt, keinen Platz in der EU finden wird. Auch wird die Türkei keine Großmacht,mit 12 Millionen Kurden die feindselig Erdogans gegenüber stehen, da er auf großen Teilen des Kurdenland sein Reich aufbauen will.

  • Erdogan ist ein Wolf im Schafspelz. Der ist ein Islamist bis aufs Mark der Knochen. Bisher hat er das gut überspielen können.

  • Ich persönlich würde Erdogan anraten, etwas leiser aufzutreten.
    Denn diese Krawalle in der Türkei können auch ganz schnell zu einem handfesten Bürgerkrieg ausarten und dann hätte auch die Türkei einen arabischen bzw. türkischen Frühling.
    Man kann ein Volk nur eine Zeit lang anlügen, aber nicht auf Dauer

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