Außenminister Lawrow Russland wird Staatsstreich in Venezuela nicht dulden

Nach seinem Besuch in Kuba und Kolumbien ist Sergej Lawrow in Nicaragua angekommen. In Gesprächen stärkt der russische Außenminister vor allem Venezuela den Rücken. Einen Staatsstreich werde Russland nicht hinnehmen.
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Nicaraguas Präsident Daniel Ortega Saavedra (links) mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Quelle: AFP
Lawrow und Saavedra

Nicaraguas Präsident Daniel Ortega Saavedra (links) mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow.

(Foto: AFP)

ManaguaDer russische Außenminister Sergej Lawrow hat auf seiner Lateinamerikareise der linksgerichteten Regierung Venezuelas den Rücken gestärkt. Russland werde einen Umsturzversuch in dem Land nicht hinnehmen, sagte Lawrow am Mittwoch bei einem Besuch in Nicaragua.

Die USA hatten die Lage in Venezuela zuletzt als Bedrohung eingestuft und Sanktionen gegen ranghohe Funktionäre verhängt. Präsident Nicolás Maduro wirft den Vereinigten Staaten vor, gemeinsam mit der Opposition auf den Sturz seiner Regierung hinzuarbeiten.

„Wir akzeptieren keinen Staatsstreich, keine gewalttätigen Aktionen und vor allem keinen Umsturz als Form des Machtwechsels“, sagte Lawrow. Russland verteidige das Prinzip der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten und die Herrschaft des internationalen Rechts.

Mit dem nicaraguanischen Präsident Daniel Ortega beriet Moskaus Chefdiplomat über gemeinsame Projekte im Bereich der Landwirtschaft, Infrastruktur, Pharmazie und Luftfahrt. Lawrow sagte, Russland wolle die Zusammenarbeit zu Nicaragua stärken und sich in internationalen Fragen künftig stärker mit dem mittelamerikanischen Partner abstimmen.

Nicaragua ist einer der engsten Verbündeten Russlands in der Region. Zuletzt vereinbarten beide Länder eine militärische Kooperation. Mit einem Besuch in Guatemala wird der russische Außenminister am Donnerstag seine Lateinamerikareise beenden, die in zuvor nach Kuba und Kolumbien geführt hatte.

  • dpa
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6 Kommentare zu "Außenminister Lawrow: Russland wird Staatsstreich in Venezuela nicht dulden"

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  • Herr Otto Pankrath@
    Richtig das ist der eigentliche Gegner der USA und daher auch die Eile mit den
    Freihandelsabkommen, den die sind ein Ausschlussabkommen gegen China.

  • wahrscheinlich wird nicht nur Russland was gegen die Einmischung der USA haben, vergessen wir nicht welches andere Land seine Beziehungen in der Region ausbaut und sich von den USA nicht ins Wort falle lässt: China...

    ... jüngste Beispiel: der geplante Grand Canal parallel zum Panamakanal u.a. um die langfristigen Öllieferungen von Venezuela nach China abzusichern

  • "Die Herrschaft des internationalen Rechts" ?
    Der Schwache hofft, dass der Starke das geschriebene internationale Recht einhält und der Starke definiert das internationale Recht - je nach Zweckmäßigkeit - neu, wobei natürlich jeder Starke Kritik übt, wenn der Konkurrent Regeln zu seinen Lasten ändert oder zu ändern versucht.
    Die USA und Russland bilden da keine Ausnahme.

  • Ist das lächerlich .... spricht Lawrow / Russland von "Nichteinmischung in innere Angelegenheiten und die Herrschaft des internationalen Rechts" - was ist denn mit der Krim, Ostukraine und den ganzen anderen Ex-Sowjetländern Abachasien, usw usw

  • Es ist auffallend, daß ein so erfahrener Diplomat wie Herr Lawrow sich zu solchen Aussagen wie hier zitiert hinreissen läßt. Jedenfalls muss er sich fragen lassen, was Russland denn konkret unternehmen würde, wenn es in dem im Chaos versinkenden Venezuela zu einem Umsurtz kommt. Vermutlich müsste sich R damit abfinden, wie der Westen pragmatischerweise auch mit der demokratisch nicht ganz lupenreinen "Rückkehr" der Krim ins russische Reich.
    Auch der Hinweis darauf, daß Russland die Prinzipien der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten und die Herrschaft des internationalen Rechts verteigide, ist in besonderer Weise auffallend, widerspricht sie sich doch gewissermassen seber. Denn sollten venezolanische Kräfte ganz ohne (schwer nachwesbaren) äusseren Einfluss einen Umsturz herbeiführen, wäre dies eine innere Angelegenheit. Was das internationale Recht betrifft, so ist Russlands Haltung dort zumindest hinsichtlich der Krim und der wahrscheinlichen Abtrennung der Ostukraine ein bischen janusköpfig.
    Das alles ist natürlich

  • Kommt es in Venezuela zum nächsten "eingefrorenen" Konflikt zwischen Russland und ...? Werden bald Raketenabwehrsysteme in Nikaragua und Kuba stationiert?

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