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Aussetzung von Urananreicherung Fortschritte im Atomstreit mit dem Iran

Sowohl der EU-Chefdiplomat Javier Solana als auch der iranische Unterhändler Ali Laridschani berichten von Fortschritten bei den Atomgesprächen. Aus Teheran kamen allerdings auch Signale für eine unverändert harte Haltung.

HB WIEN/TEHERAN. Der Iran erwägt nach Angaben von Diplomaten die zeitweise Aussetzung seiner umstrittenen Urananreicherung. Wie am Sonntag nach zwei Gesprächsrunden über den Atomstreit zwischen Solana und Laridschani in Wien verlautete, könnte der Iran die Urananreicherung für bis zu zwei Monate aussetzen. Das zweitägige Treffen in Wien galt als möglicherweise letzte Chance für eine diplomatische Einigung, bevor der UN-Sicherheitsrat wegen der Anreicherung von Uran im Iran über Sanktionen berät.

Solana und Laridschani erzielten nach eigenen Angaben Fortschritte bei ihren Unterredungen. Laridschani sagte, viele Missverständnisse seien beseitigt worden. Solana erklärte, das Treffen habe sich gelohnt. Die Gespräche würden in den kommenden Tagen fortgesetzt.

In Teheran lehnte allerdings der iranische Außenamtssprecher Hamid Resa Assefi einen vom Weltsicherheitsrat geforderten Stopp der Urananreicherung indes abermals kategorisch ab. Der Iran sei bereit, mit der Europäischen Union sowie mit den fünf ständigen Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland zu verhandeln. Die Forderung nach Aussetzung der Urananreicherung sei jedoch ein Thema der Vergangenheit, das nicht mehr zur Debatte stehe, sagte Assefi in Teheran. Ein entsprechendes Ultimatum des Sicherheitsrats lief am 31. August ab.

Bei dem Treffen Solanas und Laridschanis im österreichischen Kanzleramt sollte Beobachtern zufolge ausgelotet werden, inwieweit das Angebot der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands an Teheran noch Grundlage für weitere Verhandlungen sein könnte. Dieses Dokument sieht politische und wirtschaftlich Anreize vor, wenn der Iran auf die eigene Anreicherung von Uran verzichtet. Die Antwort der iranischen Regierung vom 22. August wurde bislang vertraulich behandelt, doch die USA und ihre Verbündeten haben sie als unbefriedigend bezeichnet.

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