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Austausch vollzogen Agenten-Finale in Wien

Nach einer Stunde war alles vorbei: Der größte Agentenaustausch seit dem Ende des Kalten Kriegs zwischen den USA und Russland ist am Freitag auf dem Wiener Flughafen über die Bühne gegangen.
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Zwei Stunden lang standen die Maschinen auf dem Wiener Flughafen. Quelle: dpa

Zwei Stunden lang standen die Maschinen auf dem Wiener Flughafen.

(Foto: dpa)

HB WIEN/MOSKAU/WASHINGTON. Finale in Wien: Beim größten Agentenaustausch seit Ende des Kalten Krieges haben 14 Spione aus Russland und den USA die Seiten gewechselt. Die aufwendige Operation am Wiener Flughafen habe rund eine Stunde gedauert, berichteten US-Medien.

Beobachter gehen davon aus, dass die Agenten im Transitbereich oder in einem Fahrzeug übergeben worden sind - also ohne offiziell österreichischen Boden zu betreten. „Der Austauch ist vollendet“, sagte ein Sprecher des US-Justizministeriums am Freitag.

Russlands Außenministerium bestätigte das diplomatische Manöver nicht direkt, gab aber bekannt, dass die Geheimdienste beider Staaten „im Geiste der konstruktiven Partnerschaft“ die Rückkehr von zehn russischen Bürgern erreicht hätten - gleichzeitig übergebe Moskau den USA vier Häftlinge.

Die in den USA enttarnten Spione waren in der Nacht zu Freitag in einer von der US-Regierung gecharterten Maschine der „Vision Airlines“ von New York nach Wien geflogen, heißt es in Medienberichten. Der Flieger und eine russische Maschine aus Moskau standen am Freitag nach der Landung in der österreichischen Metropole etwa zwei Stunden auf dem Rollfeld nahe beieinander und hoben dann kurz hintereinander wieder ab.

Die aus New York kommenden Agenten flogen in einem Passagierflugzeug des russischen Zivilschutzministeriums vom Typ Jakowlew Jak-42 weiter nach Moskau. Es landete am Nachmittag auf dem Flughafen Moskau-Domodedowo, meldete die Agentur Interfax. Zunächst wurde nicht bestätigt, dass sich die enttarnten Spione tatsächlich an Bord befanden.

Die aus Moskau kommenden Agenten sollen auf ihrem Weg in die USA auf einer Militärbasis in England zwischengelandet sein, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Aus dem Umfeld des US-Außenministeriums heißt es, dass nicht alle der von Russland freigelassenen Agenten in die USA weiterreisten.

Zuvor hatten sich die zehn in den USA aufgeflogenen Agenten in einem Gerichtsverfahren in New York schuldig bekannt. Ihre Häuser und Autos sowie weitere Teile ihres Vermögens wurden konfisziert. Zudem dürfen sie künftig nur mit Erlaubnis des US-Justizminsiteriums in die Vereinigten Staaten einreisen. Die Kinder der ausgewiesenen Spione dürfen die USA jederzeit verlassen, teilte ein ranghoher US- Diplomat in Moskau mit.

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