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Auswahl-Verfahren EU und Türkei einig bei Flüchtlingsumsiedlung

Brüssel und Ankara haben sich auf ein Verfahren geeinigt, wie syrische Flüchtlinge aus der Türkei auf EU-Länder verteilt werden. Die Geflüchteten dürfen sich das Land nicht aussuchen. Welche Flüchtlinge bevorzugt werden.
04.05.2016 Update: 04.05.2016 - 09:11 Uhr
Zunächst sollen nur Syrer aufgenommen werden, die vor dem 29. November 2015 in der Türkei Schutz gesucht haben, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Bei der Umsiedlung sollen außerdem Frauen und Kinder, Opfer von Gewalt und kranke oder behinderte Flüchtlinge bevorzugt behandelt werden. Quelle: dpa
Flüchtlingsumsiedlung

Zunächst sollen nur Syrer aufgenommen werden, die vor dem 29. November 2015 in der Türkei Schutz gesucht haben, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Bei der Umsiedlung sollen außerdem Frauen und Kinder, Opfer von Gewalt und kranke oder behinderte Flüchtlinge bevorzugt behandelt werden.

(Foto: dpa)

Berlin/ Brüssel Die EU und die Türkei haben sich einem Zeitungsbericht zufolge auf ein Verfahren zur Auswahl der syrischen Flüchtlinge geeinigt, die in EU-Länder umgesiedelt werden sollen. Vorerst sollten nur Syrer aufgenommen werden, die vor dem 29. November 2015 in der Türkei Schutz gesucht hätten, berichtete die „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf ein ihr vorliegendes vertrauliches Papier.

Demnach sollen Mädchen und Frauen in Gefahr, Überlebende von Gewalt und Folter sowie kranke und behinderte Flüchtlinge bei der Umsiedelung bevorzugt werden. Ausgeschlossen würden dagegen Menschen, die bereits früher in die EU eingereist seien oder dies versucht hätten. Flüchtlinge, die für die Umsiedelung ausgesucht würden, müssten sich damit einverstanden erklären, ihr EU-Zielland nicht selbst aussuchen zu können.

Türken: „Wir wollen die Flüchtlinge nicht!“

Auch das Verfahren für die Umsiedelung sei detailliert geregelt, berichtet das Blatt weiter. Demnach werden die ausgewählten Flüchtlinge zunächst vom Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) informiert und zu einem Interview eingeladen. Dort müssten sie ihre Papiere vorlegen und genaue Angaben zur Person machen. Die Aufnahme-Länder könnten von den Betroffenen Fingerabdrücke nehmen und die Daten überprüfen.

Komme es zur Umsiedelung, müsse der Aufnahme-Staat einen Medizin-Check veranlassen und den Transport organisieren. Nach der Ankunft in einem EU-Mitgliedstaat müssten die Flüchtlinge eine Aufenthaltserlaubnis für mindestens ein Jahr erhalten. Auf Wunsch könne sie danach verlängert werden.

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