Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ausweitung des Emissionshandels CO2-Ausstoß von Verkehr und Gebäuden soll europaweit abgabenpflichtig werden

Die Preise für den Emissionshandel sollen der EU-Kommissionspräsidentin zufolge zunächst gering sein. Umweltverbände fürchten dennoch zu hohe Kosten in finanziell schwächeren Staaten.
25.05.2021 - 18:45 Uhr 8 Kommentare
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Quelle: Reuters
Brüssel

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

(Foto: Reuters)

Brüssel EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will einen europaweiten Emissionshandel für die Sektoren Verkehr und Gebäude einführen. Die Preise sollten zunächst gering sein, sagte von der Leyen am Dienstag beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel. Von der Leyen versprach, dass die EU bei der Abfederung von sozialen Lasten helfe.

Ein Emissionshandel für die Sektoren Gebäude und Verkehrs existiert bisher nur auf nationaler Ebene. In Deutschland gilt in den beiden Sektoren seit Januar ein CO2-Preis von derzeit 25 Euro je Tonne. Das System des CO2-Preises legt die Basis für einen künftigen nationalen Emissionshandel. Der europäische Emissionshandel für die Sektoren Energie und Industrie existiert unabhängig davon seit 2005.

Von der Leyens Vorstoß soll Bestandteil des für Juli angekündigten EU-Klimaschutzpaketes werden, das aus zwölf Gesetzen bestehen wird. Es dient dem Zweck, die Treibhausgasemissionen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent zu reduzieren.

Umweltverbände haben sich bereits gegen den europaweiten Emissionshandel in den Sektoren Verkehr und Gebäude ausgesprochen. Sie fürchten zu hohe Kosten in finanziell schwächeren Staaten und zu geringe Klimaschutzanreize in reicheren Staaten.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mehr: Die EU setzt mit dem geplanten CO2-Grenzausgleich Handelspartner unter Druck

    Startseite
    8 Kommentare zu "Ausweitung des Emissionshandels: CO2-Ausstoß von Verkehr und Gebäuden soll europaweit abgabenpflichtig werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ist auch ein Ausgleich für die klimatisch benachteiligten Nordstaaten vorgesehen, oder müssen wir in wärmere Länder auswandern?

    • "Umweltverbände ... fürchten zu hohe Kosten in finanziell schwächeren Staaten und zu geringe Klimaschutzanreize in reicheren Staaten."
      Darauf habe ich gewartet. Damit ist klar, dass es für Umweltverbände dann auch in Indien oder China oder auch im bevölkerungstechnisch explodierenden Afrika keinen Emissionshandel geben darf. Wie soll die per definitionem GLOBALE Klmakatastrophe so abgewendet werden?
      Eine Orientierung an solchen "Umweltverbänden" in Gesellschaft und Politik halte ich für gefährlich. Man sollte sich als Bürger ernsthaft überlegen, ob man solche "Umweltverbänden" noch durch Spenden unterstützen will.

    • @Herr Hans Bajohr
      Sie sind wahrscheinlich, wie so viele Leser hier, schon in einigen EU-Ländern als Tourist gewesen und haben festgestellt, wie wenig man in den Südländern im Winter heizen muss. In den EU-Staaten nördlich der Alpen muss man wesentlich mehr heizen, was dann über die CO2-Abgabe teuer wird. Bei dieser Belastung im EU-Norden will die EU dann noch umverteilen in Südländer. Das werden nicht wenige Menschen als eine Unverschämtheit empfingen. Wie man Südländer unterstützen könnte, mit Krediten der EZB ohne Zinsen, wäre, die Windkraft sowie Photovoltaik stark auszubauen. Steinige Äcker gibt es dort genug, die landwirtschaftlich wenig Ertrag aber die landwirtschaftliche EU-Flächenförderung erhalten, jedes Jahr erneut. Da mal umzusteuern wäre bilanztechnisch neutral. Das wäre doch fast schon denk-sexy für die strammen Marktradikalen, die allerdings noch gerne als Sahnehäubchen Zinsen erpressen würden, wo doch die EZB genug Schöpfgeld generieren könnte, ohne Zinsen, gegen den sog. Klimawandel.

    • @Herr Andre Peter,
      ich habe Claudia Benedtikta Roth auch schon mehrfach in Diskussionen erlebt. Sie ist bezüglich der Flüchtlinge getrieben von der Ideologie des reichen Deutschlands. Sie kennt wahrscheinlich das Buch von Daniel Stelter nicht, "Das Märchen vom reichen Land".

    • Wie schon an anderer Stelle bemerkt: Das Bürokratiemonster EU muß dringend zurückgeschnitten werden auf normale Größe.60.000 Leute denen nichts einfällt außer neuen Regularien, Direktiven und Abzockerei des Steuerzahlers um sich selbst möglichst viele Privilegien zu sichern. CO2 Emmissionshandel bedeutet in erster Linie EU Kassen füllen. Nichts weiter als ein Umweg um eine eigene Steuer zu erheben. So war das zu EWG Zeiten nie gedacht. Wer glaubt denn dass Italiener, Spanier, Portugiesen und auch Franzosen für so eine Abzockerei ihren Beitrag leisten? Diese Sauerei - denn nichts anderes ist diese CO2 Abzocke haben wir auch Merkel und Konsorten zu verdanken.

    • Herr Peter, der deutsche Staat ist reich, nicht jedoch der deutsche Bürger. Im Gegensatz dazu, ist bspw. der italienische Bürger reich (Wohneigentumsquote ca. 80%, weniger Steuern und Gebühren, höhere Rente und geringeres Renteneintrittsalter als in Deutschland) und der italienische Staat arm. Erst wenn diese Ungerechtigkeiten abgeschafft sind, kann man über weitere Schritte zu einer integrativeren EU sprechen. - Das wird jedoch noch Hunderte von Jahren dauern, da sich ein Italiener von seinem Staat nichts vorschreiben läßt; dies gilt auch für die Franzosen.

    • "Umweltverbände fürchten dennoch zu hohe Kosten in finanziell schwächeren Staaten"
      Ja klar - das Grundthema der Grünen - die Deutschen sind reich, die sollen zahlen.

      Bei einem Gespräch 2015 mit Claudia Roth bezüglich Flüchtlinge äußerte ich, dass es günstiger und besser für die Flüchtlinge aus Syrien sei, sie Heimat nahe in der Nähe des Meeres und an der türkischen Grenze zu unterstützen über UNHCR / Blauhelme als in Deutschland. Claudia Roths Antwort war: Dem UNHCR haben wir genug Geld gegeben, sollen doch die anderen Länder etwas tun, Deutschland ist reich und kann sich die Aufnahme der Flüchtlinge leicht leisten.
      Nachdem mir bewusst wurde, dass die Grünen rein ideologisch getrieben sind, habe ich sie nie wieder gewählt.

      Also Deutschland ist reich - kann also auch hier Geld verschenken! Die Industrie MUSS abwandern - die klugen Menschen sollten auch abwandern.

    • Sie haben noch immer nichts dazu gelernt.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%