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Autobomben-Explosion Nordirische Polizei entlässt vier Verdächtige aus Haft

Nur wenige Tage nach ihrer Festnahme infolge einer Autoexplosion kommen vier Männer wieder frei. Ein 50-Jähriger bleibt in Gewahrsam.
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Bei der Explosion im nordirischen Londonberry wurde niemand verletzt. Quelle: AP
Autoexplosion in Londonderry, Northern Ireland, Sunday, Jan. 20, 2019. Northern Ireland police and politicians have condemned a "reckless" car bombing outside a courthouse in the city of Londonderry. The device was placed inside a hijacked d

Bei der Explosion im nordirischen Londonberry wurde niemand verletzt.

(Foto: AP)

LondonVier nach der Explosion einer Autobombe im nordirischen Londonderry festgenommene Männer sind wieder auf freiem Fuß. Ein 50-jähriger Verdächtiger bleibe aber weiter in Gewahrsam, teilte die nordirische Polizeibehörde PSNI am späten Montagabend via Twitter mit. Die fünf Männer waren unter dem Verdacht festgenommen worden, der militanten Gruppierung Neue IRA anzugehören.

Der Sprengsatz war am Samstagabend im Zentrum Londonderrys vor einem Gericht detoniert. Verletzt wurde niemand - wohl auch deshalb, weil 15 Minuten vor der Explosion eine Warnung bei den Behörden eingegangen war und umliegende Gebäude geräumt wurden.

Videoaufnahmen zeigten, wie gefährlich die Lage war: Noch wenige Minuten vor dem Anschlag ging eine Gruppe von Menschen an dem Fahrzeug vorbei. Am Montag versetzte dann der Raub zweier Autos durch bewaffnete und maskierte Männer die Polizei erneut in Alarmbereitschaft. Einer der Wagen wurde vorsichtshalber kontrolliert gesprengt.

Das Geschehen in Londonderry erinnert an jene dunklen Jahrzehnte, während derer die IRA einen Guerillakrieg gegen den britischen Staat und protestantische Paramilitärs führte. Unklar ist, ob ein Zusammenhang mit den laufenden Brexit-Verhandlungen über den geplanten EU-Austritt Großbritanniens besteht. Befürchtet wird, dass die Einführung von Grenzkontrollen zwischen der auch künftig zur EU gehörenden Republik Irland und dem britischen Nordirland die Gewaltspirale in der Ex-Bürgerkriegsregion wieder in Gang setzt.

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  • dpa
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