Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Banken EU schließt Stresstests für 22 Großbanken ab

Die Europäische Union hat die umstrittenen Stresstests für europäische Großbanken nahezu abgeschlossen. Der Bericht über 22 Geldinstitute soll jedoch vorerst nicht veröffentlicht werden, sondern bei einem informellen Treffen der EU-Finanzminister diskutiert werden. Die OECD fordert mehr Transparenz.
EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes fordert Stresstests bei staatlich gestützten Banken. Quelle: ap

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes fordert Stresstests bei staatlich gestützten Banken.

(Foto: ap)

BRÜSSEL. Die Europäische Union steht kurz vor dem Abschluss ihrer umstrittenen Stresstests für europäische Großbanken. Man habe Daten für 22 Geldinstitute gesammelt, hieß es am Montag in Brüsseler EU-Kreisen. Derzeit werde eine zusammenfassende Bewertung erarbeitet. Die Ergebnisse sollen allerdings zunächst nicht veröffentlicht, sondern bei einem informellen Treffen der EU-Finanzminister Ende September in Göteburg diskutiert werden. Über mögliche Konsequenzen müsse dann der Ministerrat entscheiden, hieß es in Brüssel.

Ob die Ergebnisse bereits beim G-20-Gipfel in Pittsburgh vorliegen, blieb zunächst offen. Gestern hatte die OECD die EU aufgefordert, rigorose und transparente Stresstests im europäischen Bankensektor durchzuführen. Dabei müsse auch der Kapitalbedarf beziffert werden, forderte die OECD in ihrem jährlichen Wirtschaftsbericht für Europa. Außerdem müssten die Daten ähnlich wie in den USA veröffentlicht werden, so die Experten in Paris.

Die US-Regierung hatte bereits im Mai Ergebnisse ihrer Stresstests bekannt gegeben. Damals war ein zusätzlicher Kapitalbedarf von 75 Mrd. Dollar für die Großbanken ermittelt worden. Kurz danach hatte auch die EU die Durchführung von Stresstests angekündigt. Allerdings war keine europaweite Überprüfung geplant. Vielmehr wurden die nationalen Aufsichtsbehörden mit der Überprüfung beauftragt. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes kündigte zudem an, Stresstests bei staatlich gestützten Banken zu fordern. Damit soll gesichert werden, dass nur lebensfähige Geldinstitute Staatshilfe erhalten.

Welche Banken letztlich überprüft wurden, wollte die Kommission nicht verraten. Gegen eine Veröffentlichung der betroffenen Institute und der Ergebnisse hatte sich auch die Bundesregierung ausgesprochen. Zuletzt war bekannt geworden, dass die britische Finanzaufsicht die Großbank Lloyds einem Stresstest unterzogen hat.

Brexit 2019
Startseite
Serviceangebote