Banken-Rettung EU zieht Lehren aus Zyperns Krise

Den kleinen Sparer schonen – das ist die Botschaft der EU-Kommission, die Lehren aus der Bankenabwicklung in Zypern zieht und neue Regeln für die Union erarbeitet. Steigende Lasten kommen auf die Anteilseigner zu.
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Künftig soll das ohne Panik der allgemeinen Bevölkerung ablaufen: Bankenabwicklungen wie die der zyprischen Laiki-Bank im Frühjahr. Quelle: dpa

Künftig soll das ohne Panik der allgemeinen Bevölkerung ablaufen: Bankenabwicklungen wie die der zyprischen Laiki-Bank im Frühjahr.

(Foto: dpa)

BrüsselDie EU-Kommission will Sparer und erstrangige Gläubiger schonen, wenn deren Bank auf Geheiß der europäischen Aufseher abgewickelt oder aufgefangen werden muss. Stattdessen müssten die Aktionäre der Bank und nachrangige Gläubiger die Belastung voll tragen, sagte der stellvertretende Generaldirektor für Staatshilfen bei der Kommission, Gert-Jan Koopman, der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. „Wenn nötig, wird das Eigenkapital voll abgeschrieben. Das gleiche gilt für nachrangige Schulden“, sagte er. Erstrangige Verbindlichkeiten und Spareinlagen würden jedoch verschont.

Die EU-Kommission arbeitet derzeit an Regeln, unter welchen Voraussetzungen die Mitgliedstaaten ihren angeschlagenen Banken unter die Arme greifen dürfen. Sie sollen im August in Kraft treten. Zur Rettung zweier zyprischer Banken waren im Frühjahr erstmals auch vermögende Anleger herangezogen worden, weil die finanziellen Mittel dafür sonst nicht gereicht hätten.

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5 Kommentare zu "Banken-Rettung: EU zieht Lehren aus Zyperns Krise"

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  • EU zieht Lehren. Seid wann das denn?

  • OK die EU zieht also Lehren. Und? Das heißt gar nichts. Diese Lehren werden doch sofort fallen gelassen - denn sie könnten ja der EU die Finger verbrennen. Außerdem ist es EU-Brauch jeden Fehler mehrfach zu machen.

  • Na wenigstens die EU scheint jetzt endlich den Wald trotz lauter Bäumen zu erkennen. Hilfsbereitschaft ist zweifelsfrei eine Tugend, jedoch sollte man sehr vorsichtig sein, bevor man sich über bewährte Regeln und Mechanismen hinwegsetzt, nur um später wieder darauf zurückzukommen (s.o.). Der IWF scheint sich leider immer tiefer im Wald zu verlaufen. Was ist daran verkehrt, eine überschuldete fast ausschliesslich aus Konsum bestehende Volkswirtschaft "abzuwürgen"? Es sei denn man hat etwas zu verschenken. Vielleicht sollte man es handhaben wie bei den Bettlern in den Fussgängerzonen. Keinesfalls Geld geben, wenn der Notleidende echt ist, wird er sich über Nahrungsmittel, Medikamente und Benzin aufrichtig freuen und nicht über Bevormundung klagen.

  • So so, die EU zieht Lehren aus irgend etwas....

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/07/eu-attackiert-iwf-haben-bei-griechenland-alles-richtig-gemacht/

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