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Banken-Sonderabgabe Großbritannien prescht mit Finanzregulierung voran

Die britische Regierung wird als erstes großes europäisches Land eine Sonderabgabe für Banken beschließen. Staatssekretär Mark Hoban kündigte im Gespräch mit dem Handelsblatt radikale und mutige Schritte an. Selbst die Aufspaltung von großen Bankhäusern ist nicht tabu.
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Bei der Aufspaltung von großen Geldhäusern würden die Briten auch einen Alleingang wagen. Quelle: AP Quelle: ap

Bei der Aufspaltung von großen Geldhäusern würden die Briten auch einen Alleingang wagen. Quelle: AP

(Foto: ap)

LONDON. Kaum hat die Europäische Union ihr Paket rund um die Finanzkrise gestrickt, da legt Großbritannien nach. Der neue für die Londoner City verantwortliche Staatssekretär Mark Hoban kündigte im Gespräch mit dem Handelsblatt und drei weiteren europäischen Zeitungen weitreichende Pläne an.

Hoban machte außerdem klar, dass die Briten auch in der kritischen Frage der Aufspaltung von großen Geldhäusern in eine Geschäfts- und in eine Investmentbank im Notfall alleine vorangehen wollen. "Wir müssen bereit sein, einige radikale und mutige Maßnahmen zu beschließen", betonte Hoban. Die Finanzkrise habe gezeigt, dass internationale Kooperation zwar notwendig sei, "aber wir müssen auch vorangehen, wenn es darum geht den Finanzplatz London und die Steuerzahler zu schützen."

Am kommenden Dienstag wird der neue konservative Finanzminister George Osborne seinen Nothaushalt mit umfangreichen Sparmaßnahmen vorstellen, der helfen soll, die aus dem Ruder laufenden Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen. Dabei werde es auch neue Initiativen gegen überzogene Bonuszahlungen der Banken geben, kündigte Hoban an. Allerdings werde die britische Regierung sorgfältig darauf achten, dass die Bankenabgabe und andere Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit der Londoner City nicht gefährden würden.

Experten rechnen damit, dass die Sondersteuer am Ende ein bis zwei Mrd. Pfund in die Staatskassen bringen wird. Trotz der schnellen Einführung der Bankenabgabe hofft Hoban aber weiter auf einen europäischen und internationalen Konsens in dieser Frage. "Frankreich und Deutschland sind ebenfalls sehr weit mit ihren Vorbereitungen", sagte der Staatssekretär.

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