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Bankenaufsicht EU plant regelmäßige Banken-Stresstests

Die europäischen Banken müssen sich künftig regelmäßig Stresstests unterziehen und ihre Ergebnisse veröffentlichen. Darauf einigten sich die EU-Finanzminister auf ihrem Treffen am Donnerstag in Brüssel.
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Die EU-Finanzminister beim Gruppenfoto in Brüssel: Europas Banken sollen sich künftig regelmäßig einem Stresstest unterziehen. Quelle: dpa

Die EU-Finanzminister beim Gruppenfoto in Brüssel: Europas Banken sollen sich künftig regelmäßig einem Stresstest unterziehen.

(Foto: dpa)

HB BRÜSSEL. Die EU-Finanzminister wollen die Banken in Europa künftig regelmäßig einem Stresstest unterziehen. „Wir haben uns geeinigt, regelmäßige Stresstests zu organisieren und die Ergebnisse zu veröffentlichen“, sagte der amtierende EU-Ratsvorsitzende und belgische Finanzminister Didier Reynders am Donnerstag nach dem informellen Ecofin in Brüssel.

Die Finanzminister legten noch nicht fest, in welchem Rhythmus die Banken auf den Prüfstand müssen. Doch in einem Vorbereitungspapier für das Treffen war von einem jährlichen Test die Rede.

Die Bankenaufsichtsbehörden in Europa hatten im Juli erstmals auf den Beschluss der EU-Staats- und Regierungschefs hin 91 Banken einem Härtetest unterzogen. Die Geldhäuser mussten unter Beweis stellen, ob sie unter Stressbedingungen wie einer Wirtschafts- und Finanzkrise mit genug Eigenkapital ausgestattet sind. Sieben Banken erfüllten nicht die Vorgabe, eine Eigenkapitalquote von mindestens sechs Prozent zu erreichen, darunter die verstaatlichte deutsche Krisenbank Hypo Real Estate.

Die Methoden und vor allem die Veröffentlichung des Belastungstests waren anfangs unter den beteiligten nationalen Aufsehern der 27 Euro-Staaten stark umstritten. In Deutschland hatten sich die Landesbanken zunächst gesträubt. Reynders bezeichnete die Übung jetzt im Nachhinein als sehr sinnvoll und nützlich.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sagte, dies sei auch ein erfolgreicher Selbsttest der Kooperationsbereitschaft der nationalen Behörden gewesen. Die EU habe daraus gelernt, dass völlige Transparenz geschaffen werden müsse, damit die Tests den erhofften vertrauensbildenden Effekt erreichen könnten, sagte EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn. Die Methoden und Kriterien müssten außerdem noch weiter harmonisiert werden.

Einem Medienbericht zufolge beraten auch die G20-Finanzminister über strengere Kapitalanforderungen für Großbanken. Zur Diskussion stehe, die „Basel-III“-Regeln für systemrelevante Finanzinstitute um zwei bis drei Prozentpunkte zu verschärfen, berichtete der Fernsehsender CNBC am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die USA und Großbritannien unterstützten den Vorschlag, während er bei Deutschland, Frankreich und Japan auf Ablehnung stoße.

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