Bannon nicht mehr in US-Sicherheitsrat Die Degradierung des Ideologen

Donald Trumps rechter Berater Stephen Bannon muss den Nationalen Sicherheitsrat der USA verlassen. Das ist mehr als eine Personalie. Das ist ein Hoffnungsschimmer. Eine Analyse.
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Trump entlässt Chefstratege Bannon aus Nationalem Sicherheitsrat

New YorkStephen Bannon, rechte Hand und ideologische Sondereinsatztruppe von US-Präsident Donald Trump, wird aus dem Nationalen Sicherheitsrat abberufen. Eine Personalie, die Signalwirkung hat: Jetzt liegt es an den handelnden Personen, die Neuordnung im inneren Machtzirkel des Donald Trump voranzutreiben, ohne ihre generellen politischen Ziele aufzugeben. Im Gegenteil, es ergibt sich die Chance, sie zu erneuern und so mit Leben zu füllen, dass die USA tatsächlich wieder zusammenfinden.

Bannons Degradierung ist signifikant und unübersehbar mit der miserablen Performance der ersten 75 Tage von Trumps Präsidentschaft verbunden. In einem aufsehenerregenden Schritt hatte er den ultrakonservativen Bannon im Januar nicht nur zu seinem wichtigsten Berater gemacht, sondern auch in den Nationalen Sicherheitsrat befördert. Ein Affront in der politischen Szene Washingtons.

Der Ex-Journalist und Filmemacher in einem einflussreichen Zirkel, der über die wichtigsten sicherheitspolitischen Themen der USA berät und aus Präsident, Vize-Präsident, Ministern, hohen Militärs und den Chefs der wichtigsten Nachrichtendienste besteht? Der Ideologe Bannon mit seiner Nähe zu ultrarechten White-Power-Gruppierungen, die teilweise schon Freudenfeste feierten, als Bannon ins Weiße Haus aufstieg, zwängte sich dort hinein. Bannon hasst die Banken und das politische Establishment in Washington, er gilt als Verschwörungstheoretiker und wird offen des Rassismus bezichtigt. Aber er hat die Bedürfnisse der nationalistischen Wählergruppen befriedigt.

Das Weiße Haus erklärt nun, Bannons Rolle im Rat sei ohnehin nur temporär angelegt gewesen. Doch das ist wenig glaubhaft. Warum wurde es dann nicht von vornherein so kommuniziert und warum werden jetzt Mitglieder zurück in das Gremium geholt, die damals ausgeladen wurden? Der konservative und Trump-freundliche Sender „Fox News“ berichtet unter Berufung auf Quellen aus dem Weißen Haus, Bannon sollte den früheren Sicherheitsberater General Mike Flynn überwachen und sicherstellen, dass die Einflüsse der früheren Obama-Sicherheitsberaterin Susan Rice getilgt werden. Das sei nun alles erledigt. Flynn musste aber schon Anfang Februar gehen. Warum Bannon erst jetzt?

Mit Bannons Abstieg wird ein Aufstieg in anderen Bereichen der Trump-Hierarchie sichtbar. Da ist der offizielle Einzug von Tochter Ivanka Trump in den West-Flügel des Weißen Hauses als Beraterin mit Spezialauftrag. Solche Gedankenspiele der Presse hatte Trump Wochen zuvor noch als „Fake News“ lächerlich gemacht und abgewiesen. Vielleicht hatte er es sogar selbst geglaubt. Aber jetzt muss er umbauen.

Neben Ivanka ist ihr Ehemann Jared Kushner zu einer Art Superminister aufgestiegen, der im Auftrag des Präsidenten wie ein politscher James Bond zu Aufträgen in aller Welt aufbricht - zuletzt im Irak - und als Innovationsminister Regierung und Wirtschaft kernsanieren soll. Kushner und Bannon liegen da nicht auf der gleichen Wellenlänge. Vor Bannon ist schon Kellyanne Conway aus dem innersten Machtzirkel gedrängt und ruhiggestellt worden.

Bannons Karriere im Weißen Haus geht trotzdem weiter
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8 Kommentare zu "Bannon nicht mehr in US-Sicherheitsrat: Die Degradierung des Ideologen"

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  • Ob die Russen und Assad ihrem Gegner so unterlegen sind, daß sie Giftgas einsezten müssen ? Nur so können sie der Niederlage entgehen oder kann es sein, daß das alles ein Fake von den üblichen Leuten ist. Immer wenn es eng wird, für die Wertegemeinschaft, kommt das Gas, der rot Kreutz/ Mond Konvoi, die Flüchtlinge u.s.w. man kennt die Liste. Nicht zu vergessen die syrische Mutter mit der Atemmaske, die plötzlich wieder geheilt vom Krankenbett aus, auf den Assad zu schimpfen beginnt. Diese Propagande ist derart lächerlich, daß sie schon als Belustigung durchgeht.

  • @Kuno van Oyten
    Und Sie oder die UN können natürlich ganz genau sagen, dass dieses Giftgas von Truppen Assad waren und die von Rebellen...an Hand was will man das nachvollziehen...nur so mal zum Nachdenken....die UN kommt an den Platz, wo es einen Giftgaseinsatz gab und findet da Uniformen von Assads Leuten oder was? Oder einen Giftgasbehälter wo Assad drauf steht...?
    Beweise können manpuliert sein und bewusst von Terror-Organisationen dazu benutzt werden um Assad oder anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben...die UN kann da überhaupt NICHTS mit ihren Untersuchungen beweisen...
    Bei einen haben Sie vollkommen Recht...Krieg war und ist schon immer ein schmutziges Geschäft...eine Geschäft mit Lug und Trug, mit Gut ist Böse und Böse ist Gut...mit Finten und Taktik...mit falschen Spuren und Verrat...mit der Freund ist mein schlimmster Gegner...Tarnen und Täuschen...
    Darum merke...wer zu laut und zu oft "Ich bin das Gute - Ich bin die Demokratie - Ich bin Menschenrecht und Friede" schreit, der sollte als erstes unter die Lupe genommen und in Zweifel gezogen werden.

  • @ Marc Hofmann
    Also wenn man dem Untersuchungsausschuss des UN-Sicherheitsrates glauben darf welcher eine Untersuchungskommission eingesetzt hat dann sind von den 4 Giftgasangriffen 3 auf Assad-Truppen zurückzuführen und einer auf die Rebellen. Der neuerliche Vorfall wird gerade untersucht aber das Vorabergebnis ist schon sehr eindeutig. Aber wie immer gehören Lügen und Intrigen zum Krieg dazu und wer sich potentiell blind stellt und die Tatsachen ignoriert dem ist nicht zu helfen. Ich finde es schon sehr befremdlich auf welcher Seite sie häufig mit ihrer persönlichen Meinung stehen.

  • @Lothar dM
    Ich möchte mal hier von Ihnen wissen, wo das Establishment zurückschlägt?

  • Was die Medien nicht so alles über die Beweggründen, die zu Trumps Entscheidungen geführt haben, wissen wollen....wenn die Medien schon so kleine Umorganisationen in Trumps Team schon als "Erfolg" feiern und Trump damit indirekt "zujubeln"...soll es Trump nur recht sein, oder?
    Weil eines ist doch klar...Bannon bleibt weiter im Weißen Haus und im Trump Team zuhause.
    Und selbst wenn Trump einen Bannon in die Wüste schickt...es zeigt doch nur, das Trump das Sagen hat...Trump handelt...und nur das zählt!

  • „Trump erklärte aber, seine Einstellung zu Assad habe sich verändert. (…)
    „Dieser „Affront gegen die Menschlichkeit des Assad-Regimes kann nicht toleriert werden“, sagte Trump.“ (aus: http://www.handelsblatt.com/politik/international/giftgas-angriff-in-syrien-trump-droht-assad/19621492.html)

    Es ist in dieser Lage beruhigend festzustellen, dass Trump den Begriff „Menschlichkeit“ benutzt.

    Weiter im o.g. Artikel:
    „Washington kann kaum militärisch gegen Assad vorgehen, ohne sich damit unmittelbar gegen Moskau zu stellen, …“

    Es wäre (zu?) schön, wenn Trump durch diesen Vorfall wirklich die Augen geöffnet worden sein sollten.

    Was allerdings überhaupt nichts daran ändert, dass das Schicksal der gesamten Weltbevölkerung nicht länger in den Händen (bzw. an den „Einsichten“) Einzelner liegen darf.

  • Das Establishment schlägt zurück. Man sieht hier wie schwer es ist, egal wie stark das Wählervotum ausfällt, gegen das Establishment zu regieren. Wahlen bleiben im wesentlichen Opium für´s Volk, das Establishment macht ohnehin was es will, q.e.d.

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