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Baradei warnt vor Eskalation Iran fehlt nicht mehr viel für Atombombe

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Die USA werfen dem Iran vor, unter dem Deckmantel seines zivilen Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Der Iran sagt, das Programm diene ausschließlich der Energieproduktion. IAEA-Kontrollen behindert das Land nach Angaben der Organisation aber seit Jahren.

„Die Fakten vor Ort weisen darauf hin, dass der Iran seine Kenntnisse der Uran-Anreicherung kontinuierlich vergrößert und die dafür nötigen Anlagen ausbaut“, sagte El Baradei. Zugleich mache die IAEA aber keine Fortschritte in ihren Bemühungen zur Prüfung des iranischen Atomprogramms.

Seit mehr als einem Jahr beschränkt der Iran den Zugang zu seinen Nuklearanlagen und erlaubt keine kurzfristig angesetzten Inspektionen. Im April stellte das Land auch die Übergabe von Informationen zu geplanten Anlagen ein. Die IAEA forderte den Iran dringend zur Zusammenarbeit auf.

Im Mai stellte die IAEA in einem Bericht fest, dass der Iran eine Frist der Vereinten Nationen (Uno) zum Stopp der Uran-Anreicherung ignoriert und ganz im Gegensatz zu den Uno-Forderungen gehandelt habe. Uno-Angaben zufolge hat der Iran derzeit 2000 Zentrifugen im Einsatz, deren Zahl im nächsten Monat bereits auf 3000 steigen könnte. Damit hätte der Iran die Voraussetzungen für eine industrielle Anreicherung von Uran geschaffen. Innerhalb eines Jahres könnte das Land dann genug Uran für den Bau einer Atombombe herstellen.

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