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Kein Wunder, dass die Griechen in der Krise eigensinnig reagieren, sagt Barry Eichengreen. Der renommierte US-Ökonom fordert in seinem Gastbeitrag einen „Marshallplan für Griechenland“ – und greift Deutschland scharf an.

Kommentare

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  • Man darf ein Land wie Griechenland nicht in der Eurozone behalten. Die Hellenen haben völlig erkennbar andere Vorstellungen darüber, wie sie ihre Zukunft gestalten möchten.

    Ich hoffe die Solidarität innerhalb der Währungsgemeinschaft ist nicht unendlich. Das gilt um so mehr für eine Regierung, die ihre Geldgeber als Diktatoren, Erpresser und Terroristen beschimpft.
    Die Griechen brauchen keine weiteren Marshall-Pläne, sie hatten schon diverse Hilfen. In den letzten Wochen gab es fast täglich einen Marshall-Plan von der EZB und den Leuten geht es immer dreckiger. Die griechische Wirtschaft Sie benötigen dringend die die Drachme. Das wäre mit Abstand der beste "Marshall-Plan".

    Und amerikanische Ökonomen? Hören sie mir damit auf, die haben überhaupt keine Kompetenz in europäischen Fragen. Die sollen zuerst einmal die immensen Schulden in den USA abbauen bevor sie immer weiter unsinnige Ratschläge erteilen wollen.

  • Ob sie nun Eichengrün oder Goldberg heißen und ob man sie mit Nobelpreisen ausgestattet hat,
    ernstzunehmen ist nicht, was sie sagen, sie sind halt auch die Produkte der amerikanischen Finanzindustrie und machen, was man von ihnen erwartet.
    Vielleicht haben sie in den letzten Jahren keine europäischen Zeitungen gelesen, man hatte den Griechen mit gutem Willen Fitnessprogramme für Staat und Verwaltung, sowie für die Wirtschaft vorgeschlagen, doch entweder wurde davon nichts akzeptiert oder nur zur show beschlossen und nicht umgesetzt.
    Es gab auch Imvestitionsprogramm, bei Energie, Infarstruktur usw., doch da auch Umsetzungen kontrolliert werden sollten, damit nicht husch husch das Geld für dieses und jenes weg ist, kam nahezu nichts zustande.
    Aus lauter Verzweiflung wurde das Programm mehr und mehr einseitig fiskalisch und austeritär.
    Mit Syrizy war es dann natürlich ganz vorbei.
    Die netten Top-Ökonomen sollten lieber mal sehen, wie sie die 20 Billiarden Dollar Schuld der USA in den Griff bekommen und Puerto Rico, ihren Vetter vor der Haustür retten, oder zumindest in Puerto Pobre umbenennen.
    Da haben sie genug zu tun und müssen nicht, uneingeladen wie sie es in Wirklichkeit sind, die armen Fische verschrecken wenn sie überlaut den Mund aufmachen.
    Es weiss doch inzwischen fast jeder, welchen Job sie hier in Wirklichleit erledigen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Die Griechen müssen aus dem Euro raus und sich Russland als Partner wählen. Russland kann etwas bieten, was die anderen nicht machen werden. Verhandlungen auf Augenhöhe. Vom ersten Tag an, hat man die neue Regierung nicht für voll genommen.

    Natürlich kommt dann mit dem Grexit einige harte, aber absehbare Jahre. Auch nicht schlimmer, als weiter unter der EU-Last zu leiden. Das Problem eines Grexit wäre die darauffolgende Staatspleite. Griechenland ist ein Binnenmarktland mit einer Exportquote von ca. 15%. Eine Neu-Drachme mit einem Abwertungspotential von ca. 50% wäre für den Binnenmarkt tödlich. Die paar Exporte könnten das nie auffangen.
    Was benötigt Griechenland? Aufschwung durch höheren Export.

    Da das in der Praxis kaum über Nacht zu schaffen ist, geht der Binnenmarkt an die 100% höheren Importe/Rohstoffpreise zu Grunde.

    Es sei die Abnehmer stehen für Produkte, die man noch gar nicht hat schlange.
    Jetzt könnte Russland die Gunst der Stunde nutzen, zumal Griechenland sich dann eh von der EU im Stich gelassen fühlt.

    Z.B. Griechenland geht aus dem Euro. Nimmt die Drachme an. Russland gibt ein paar Mrd. (20 Mrd./Jahr für ca. 5 Jahre) für den Übergang und bekommt dafür vertraglich Nahrungsmittel, die Russland benötigt. Sozusagen als Ersatz für die Ukraine und Baltikum. Das bedeutet eine stabile gesichert Abnahme.
    Griechenland ist ein Agrarland und könnte daraufhin die Kapazität enorm ausbauen. Das würde Ruhe in dem Binnenmarkt bringen und Arbeitsplätze schaffen. Man könnte in diesen Bereich wieder investieren, da der Absatz gesichert ist.
    Das ganze wäre nicht einmal ein Kredit sondern eine Verkaufsoption auf zukünftige Lieferungen. Das wiederum wäre zinsfrei, weil schon eingepreist und gut der Bevölkerung verkaufbar.

    In drei Jahren wendet sich das Blatt. Bei klugen Reformen hat Griechenland Wachstumsraten wie China. Unter der EU tümpelt man noch auf Jahrzehnte hin und zahlt und zahlt an die Banken.
    Absehbar , 100% neue Schulden, davon 70-80% für die Banken.

Mehr zu: Barry Eichengreen zur Schuldenkrise - „Griechenland braucht einen Marshallplan“

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