Beginn der Fastenzeit Benedikts letzte große liturgische Feier

Zwei Tage nach seiner Rücktrittsankündigung wagt sich Papst Benedikt XVI. heute an die Öffentlichkeit: Das amtierende Kirchenoberhaupt zelebriert eine Messe zum Beginn der Fastenzeit – aus Platzgründen im Petersdom.
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Papst Benedikt XVI. hat vor seinem Rückzug noch einige Termine. Quelle: dpa

Papst Benedikt XVI. hat vor seinem Rückzug noch einige Termine.

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RomEs ist sein erster Auftritt seit der historischen Rücktrittsankündigung: Papst Benedikt XVI. wird am heutigen Mittwoch vermutlich die letzte große liturgische Zeremonie seines Pontifikats abhalten. Am Nachmittag will das 85-jährige Oberhaupt der Katholiken im Petersdom in Rom die Aschermittwoch-Messe zum Beginn der Fastenzeit feiern. Bereits am Vormittag eine Generalaudienz geplant.

Wegen des zu erwartenden Ansturms von Gläubigen, Kardinälen, Bischöfen und Touristen wurde die Aschermittwoch-Liturgie eigens von der Kirche Santa Sabina auf dem Aventin-Hügel in den wesentlich größeren Petersdom verlegt. Auch zu der Audienz wird ein großer Andrang erwartet.

„Bis zum 28. Februar wird Papst Benedikt XVI. unser Papst bleiben, mit allen seinen Funktionen“, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Nach seiner Rücktrittankündigung nimmt Benedikt weiter Termine wahr. Dazu gehören laut Lombardi Treffen mit Bischöfen und ausländischen Staatsgästen in den kommenden Tagen.

Wer kann Papst?
Benedict XVI
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Der 28. Februar wird der letzte Arbeitstag von Papst Benedikt XVI. Während er seinen Rückzug vorbereitet, läuft die Suche nach einem Nachfolger bereits auf Hochtouren. Mehrere Kandidaten werden gehandelt.

Mögliche Papst-Nachfolger - Wiener Erzbischof Schönborn
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Christoph Schönborn: Der Erzbischof von Wien ist ein sanftmütig sprechender Konservativer, der auch solchen zuhört, die Reformen fordern. Auf ihn könnte die Wahl fallen, wenn ein Kandidat gesucht wird, der die meisten der rund eine Milliarde Katholiken weltweit anspricht. Der 68-Jährige zeigte wenig Toleranz im Skandal um missbrauchte Kinder in der Kirche. Er selbst stieg in der kirchlichen Hierarchie auf, nachdem sein Vorgänger nach Vorwürfen der Pädophilie vor 18 Jahren das Amt abgab. Sein größter Nachteil könnte die österreichische Nationalität sein: Es gilt als unwahrscheinlich, dass die Kardinäle nach Benedikt XVI. einen weiteren deutschsprachigen Papst küren.

Milan's archbishop holds a mass
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Angelo Scola: Der 71-Jährige gilt als aussichtsreicher Anwärter für einen italienischen Papst. Der Erzbischof von Mailand und Patriarch von Venedig wurde schon vor der Wahl von Benedikt XVI. als chancenreicher Kandidat genannt. Mailand ist die größte und einflussreichste Diözese in Italien. Kirchenpolitisch gilt Scola als konservativer Traditionalist.

Gianfranco Ravasi, Angelo Sodano
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Gianfranco Ravasi: Der Kultusminister des Vatikans ist ein versierter Wissenschaftler mit modernem Touch - genau die Kombination, die viele Gläubige als ideal betrachten, um die Kirche angesichts jüngster Skandale und einer schrumpfenden Herde wieder zu erneuern. Der 70-Jährige Bibelexperte verfügt über eine umfangreiche Fremdsprachen-Kompetenz: Ravasi twittert auf Englisch, chattet auf Italienisch und hat sein Publikum in mehreren Reden mit einem flinken Wechsel vom Hebräischen ins Arabische beeindruckt.

Mögliche Papst-Nachfolger - Kardinal Angelo Bagnasco
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Angelo Bagnasco: Der Erzbischof von Genua ist Vorsitzender der mächtigen italienischen Bischofskonferenz. Beide Positionen verschaffen ihm einen außergewöhnlichen Einfluss im Konklave, in dem die Italiener den größten Länder-Block stellen. Dies könnte seine Chancen bei der Papstwahl steigern, wenn das Konklave dazu tendiert, den Heiligen Stuhl wieder in italienische Hände zu übergeben. Der 70-Jährige hat das passende Alter. Allerdings spricht sein Mangel an internationaler Erfahrung gegen ihn.

Cardinal Bertone conducts a mass for the 900th anniversary of the Order of the Knights of Malta at the St. Peter Basilica in Vatican
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Tarcisio Bertone war Benedikts „Regierungschef“ und ist im Vatikan nicht unumstritten. Der aus der Region Turin stammende Bertone ist 78 Jahre alt und als Kardinalstaatssekretär so etwas wie die rechte Hand des Papstes. Bertone gilt als volksnah und aufgeschlossen. Er ist seit 2007 auch Camerlengo (Kardinalkämmerer).

President of the Pontifical Council for Inter-Religious DialogueJean-Louis Tauran
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Aus Frankreich kommt Jean-Louis Tauran. Der 69-Jährige leitet den päpstlichen Rat für interreligiösen Dialog. Hier unterhält er sich mit dem Sikh-Priester Giani Gurbachan Singh.

Am vorletzten Tag seiner Amtszeit (27. Februar) wird der Papst seine letzte Generalaudienz auf dem Petersplatz abhalten. Andere besondere Veranstaltungen zum Ende seines Pontifikats sind laut Vatikan nicht geplant. Lombardi betonte nochmals, dass der Papst sich nicht wegen einer akuten Erkrankung zum Rücktritt entschlossen habe.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Beginn der Fastenzeit: Benedikts letzte große liturgische Feier "

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  • Wenn ich mir die Fotos so ansehe, dann hätte Benedikt XVI. gut im Kölner Karnevalszug auftreten können.
    Ernst kann man das alles im 21. Jahrhundert unserer Zeitrechnung nicht mehr nehmen.

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