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Bei Besuch Netanjahus Putin warnt vor Destabilisierung Syriens

Russland denkt offenbar an Waffenlieferungen an Assad, Israels Luftwaffe hat Angriffe auf Ziele bei Damaskus geflogen. Nun sprachen Kremlchef Putin und Israels Ministerpräsident Netanjahu über den Syrien-Konflikt.
14.05.2013 - 15:51 Uhr
Hatten einiges zu besprechen: Vladimir Putin (r.) und Benjamin Netanyahu. Quelle: AFP

Hatten einiges zu besprechen: Vladimir Putin (r.) und Benjamin Netanyahu.

(Foto: AFP)

Moskau Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor einer „Destabilisierung“ Syriens gewarnt. „Es ist entscheidend in diesem wichtigen Moment, jeden Schritt zu vermeiden, der die Situation destabilisieren könnte“, sagte Putin am Dienstag in der Schwarzmeerstadt Sotschi laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Israels Luftwaffe hatte Anfang Mai Angriffe auf Ziele bei Damaskus geflogen und damit die Sorge vor einer Eskalation des Konflikts genährt.

Wenige Tage nach den Angriffen berichteten US-Medien, Russland wolle der Regierung in Damaskus hochentwickelte Abwehrraketen vom Typ S-300 verkaufen. Vergangene Woche hieß es aus russischen Regierungskreisen, das Geschäft stehe kurz vor dem Abschluss. Ein Verkauf der Waffen, die als russische Entsprechung zu den US-Patriot-Raketen gelten, könnte israelische Angriffe in Zukunft verhindern.

Bei dem Bürgerkrieg in Syrien sind seit März 2011 nach UN-Schätzungen mehr als 70.000 Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt hatte Israel eindringlich an Russland appelliert, auf eine geplante Lieferung von modernen Flugabwehrraketen an das Assad-Regime in Syrien zu verzichten. In seinem Pressestatement erwähnte Netanjahu die Raketensysteme nicht. Netanjahu sagte lediglich allgemein, die „explosive“ Sicherheitslage in der Region müsse verbessert werden.

US-Außenminister John Kerry warnte unterdessen Syriens Regierung eindringlich davor, die von den USA und Russland angestoßene neue Initiative für eine internationale Syrien-Friedenskonferenz zu boykottieren. In diesem Fall würde die Opposition umso mehr unterstützt, drohte er in Stockholm.

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    Laut dem amerikanisch-russischen Friedensplan sollen sich Rebellen und Assads Regierung an einen Tisch setzen. Erstes Ziel wäre ein Waffenstillstand. Dann soll eine Übergangsregierung die Macht übernehmen und freie Wahlen vorbereiten. Ein ähnlicher Übergangsplan war allerdings vergangenes Jahr sowohl von der Opposition als auch vom Regime abgelehnt worden.

    • afp
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