Beitrittskandidat Serbiens Russland-Nähe verstimmt die EU

Auch mitten in der Krise um die Ukraine lässt Serbien auf seinen traditionellen Partner Russland nichts kommen. Der EU-Kandidat sorgt damit in Brüssel für Stirnrunzeln und ernste Verstimmungen.
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Der serbische Premierminister Aleksandar Vucic will die engen Beziehungen mit Russland nicht gefährden. Quelle: dpa

Der serbische Premierminister Aleksandar Vucic will die engen Beziehungen mit Russland nicht gefährden.

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BelgradWir und die Russen sind 140 Millionen“, lautet ein beliebtes Bonmot in Serbien mit seinen sieben Millionen Einwohnern. Der heutige Staatspräsident Tomislav Nikolic hatte schon vor Jahren stolz erzählt, die russische Nationalhymne diene seinem Handy als Klingelton. Jetzt steht die viel beschworene jahrhundertealte innige Freundschaft zwischen den beiden ungleichen orthodoxen Glaubensbrüdern in der Ukraine-Krise wieder einmal auf dem Prüfstand.

„Nicht die Hand gegen Russland heben“, heißt es in einer in dieser Woche von der serbischen Regierung an ihre Diplomaten weltweit verschickten Anweisung. „Man verlangt, dass wir Russland bestrafen“, beschwerte sich zeitgleich der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic. Doch sein Vorgänger, der heutige Außenminister Ivica Dacic, machte klar, dass das kleine Balkanland im Traum nicht daran denke, seine engen Beziehungen mit Moskau zu gefährden.

„Wir können neutral bleiben, weil wir ja noch nicht zur EU gehören“, begründete Dacic seine Position. Demgegenüber titelte die Zeitung „Danas“: „Serbien muss sofort seine Außenpolitik mit der EU in Einklang bringen“ und berief sich auf eine entsprechende Aussage des britischen Premiers David Cameron.

Im kleinen Nachbarland Montenegro ist die Lage noch komplizierter. Hier stehe die Bevölkerung größtenteils hinter Russland, während die Regierung der EU-Linie folge, sagte der montenegrinische Akademieprofessor Zoran Lakic der Belgrader Zeitung „Novosti“.

Serbien steht fest zu seinem russischen Verbündeten, auch wenn es dafür schwere Nachteile erleiden muss. Ende 2008 verscherbelte Belgrad seine komplette Erdölindustrie (NIS) an die russische Gazprom für 400 Millionen Euro. Selbst der damalige Wirtschaftsminister rügte diesen Spottpreis.

Serbien handelt vor allem mit der EU
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2 Kommentare zu "Beitrittskandidat: Serbiens Russland-Nähe verstimmt die EU"

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  • Solange Serbien nicht Mitglied ist, muss es gar nichts. Sie können sich sich gerne gen Stalingrad aufmachen, wir sehen uns im zerlegten Berlin wieder.
    1999 hat Deutschland VÖLKERRECHTSWIDRIG den Kosovo von Serbien abgetrennt und somit das Völkerrecht zerstört, welches jetzt bigotterweise eingeklagt wird. So funktioniert das Recht nicht.

  • Die können doch gerne mit Russland befreundet sein!

    Wenn ihnen das wichtiger ist als die Freundschaft und vor allem das GElD, dann ab.

    Die EU-Gelder sollten sofort eingefroren werden. So kann Russland in Serbien investieren und dem dortigen Volk ein guter Freund sein!

    Nicht alle Staaten müssen in der Euro-Zone landen!!!!!

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