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Beitrittsverhandlungen Kroatiens EU-Beitritt in Frage gestellt

Im Europaausschuss des Bundestags wird der geplante EU-Beitritt Kroatiens kritisch bewertet. Das Land hat einem Bericht der EU-Kommission zufolge noch mit großen Problemen in der Verwaltung und mit Korruption zu kämpfen.
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Im Hafen der kroatischen Stadt Baska Voda an der Adriaküste weht die Fahne der Republik Kroatien. Quelle: dapd

Im Hafen der kroatischen Stadt Baska Voda an der Adriaküste weht die Fahne der Republik Kroatien.

(Foto: dapd)

Berlin/ZagrebDer Vorsitzende des Europaausschusses des Deutschen Bundestages, Gunther Krichbaum (CDU), hat den geplanten Beitritt Kroatiens zur EU am 1. Juli 2013 in Frage gestellt. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Land nicht beitrittsfähig“, sagte Krichbaum in einem Interview. Zur Begründung führte er den Bericht der EU-Kommission an, die Kroatien am Mittwoch erhebliche Mängel unter anderem im Justizwesen, bei der Verwaltung und bei der Bekämpfung der Korruption bescheinigt hatte.

„Wenn nicht erhebliche Anstrengungen unternommen werden und Fortschritte zu verzeichnen sind, wird es bei den Ratifizierungsverfahren in den nationalen Parlamenten Schwierigkeiten geben, und zwar nicht nur in Deutschland“, sagte Krichbaum. „Kroatien muss in die Hände spucken.“ Es gebe für Zagreb „keine unumstößliche Garantie“, dass es beim 1. Juli 2013 bleibe. „Das muss Kroatien bewusst sein.“

Brexit 2019
  • dpa
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44 Kommentare zu "Beitrittsverhandlungen: Kroatiens EU-Beitritt in Frage gestellt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das geht mir runter wie Öl:

    http://derstandard.at/1356426786501/Kroatien-grundelt-auf-Ramschniveau

    http://derstandard.at/1356426866424/Kroatien-Ernuechterung-vor-EU-Beitritt

  • Solche Kommentare wird es noch viel mehr geben die nächste Jahre. Wie war das mit Griechenland?

    http://www.wirtschaft.com/20121217-tamara-depolo-kommentar-zu-kroatiens-bonitaetsabstufung-71082

  • Am besten entlarfen Ratingagenturen die SELBSTBELÜGUNGSORGIEN solcher Länder wie Griechenland und Kroatien:

    http://www.stol.it/Artikel/Wirtschaft/Aufschrei-in-Kroatien-nach-Rating-Abstufung-auf-Ramsch-Niveau

  • Und an alle Leser, die auch noch in Anbetracht der chaotischen korrupten Verhältnisse solcher Beitrittskandidaten (wir wollen einmal die Summe aus Staats- und Privatdefizite jetzt zur Vermeidung von Tränen zur Seite wischen) uns auch etwas Scherz erlauben:
    Je höher der CPI-Wert von Transparency International, desto weniger Korruption und desto besser. Je höher das Bruttosozialprodukt pro Kopf eines Landes, desto besser, nicht wahr? Also bilden wir ein Produkt aus CPI und BSPpK und vergleichen dann diesen "Index" als Relationswert zum Referenzwert aus Deutschland (100 % = Optimal): Deutschland 1,0 - Italien 0,44 - Griechenland 0,31 - Kroatien 0,19 - Rumänien 0,11 - Bulgarien 0,09 - Serbien 0,07. Jetzt weiss wohl jeder, was mit den südosteuropäischen Staaten los ist. Gestatten Sie eine Ausnahme: Das kleine Slowenien ist viel besser als der Rest der Region. Trotzdem sind die auch bald pleite... Kurzum: Wir brauchen sie alle nicht...

  • Im Übrigen erscheint mir Dornrose extrem naiv zu sein:
    Die Mentalität dieser Menschen ändert sich nun einmal nicht. Die bleibt wie auch im Fall Griechenland, Ungarn und Rumäien. Dies erklärt auch den fehlenden Fortschritt Kroatiens der letzten Jahre. Zwar hat Kroatien seit 2000 einen jährlichen EU- Unterstützungsbeitrag in Höhe von 150 Mio. € erhalten. Ergebnisse wie Innovationen, vermarktbare Produkte oder gar die Enstehung neuer Branchen mit Exporterfolg gab es keine. Wie war das mit der Entwicklung der Handelsbilanz? Wie hoch ist die derzeitige Jugenarbeitslosigkei in Kroatien (47%)? Das sind kroatische Zahlen. Also wird die Realität weit schlimmer sein! Wir bauchen uns nicht noch zusätzliche Probleme aufzuhalsen. Die EU soll jetzt erstmal ihre Probleme lösen.

  • @Dornrose:
    Sie haben nicht genau hingeschaut: Die diesjährige Erhebnung von Transparency International umfasste hauptsächlich die staatliche Verwaltung. Insofern unterscheidet sich diese Erhebung von denen der letzten Jahre. Da war Deutschland mit Holland und Schweden in der Spitze und somit am wenigsten korrupt. Die Korruption in Kroatien ist eine gesellschaftlich durchgängige Korruption. Die Erhebung von Transparency International zeigt insofern im Falle von Kroatien nur eine Spitze des Eisbergs. Ihr Hinweis auf Stammtischgerede ist vor dem Hintergrund der Tatsache, dass sich deutsche und österreichische Großkonzerne mittlerweile aus Kroatien zurücksziehen, schlicht fehlgehend. Mittlerweile geben deutsche Grosskonzerne Direktinvestitionen in Serbien den Vorrang.
    Diejenigen, die Korruption in solchen Ländern bekämpfen sollen, profitieren am meisten von der Korruption. Also bleibt die Korruption. Ein EINZELNES Urteil wie im Fall Sanader hat nur Alibifunktion. Ich bleibe dabei: Die EU soll ihre Aufgaben erledigen und nicht weitere Problemfälle an Land ziehen. Wir brauchen Kroatien nicht. Die kosten nur Geld.

  • @ Seher, Na ja, was haben Sie noch interessantes zu erzählen, außer dass Sie sich bei einem Wirt am Stammtisch, bei ADAC oder über Ärzte Ihre Informationen geholt haben? Die Argumente sind doch lächerlich und nichts anderes als „Maschendrahtzaun- Getratsche.“
    Der diesjährige Index umfasst 179 Länder. Am saubersten ist Dänemark an 1. Stelle. Deutschland dagegen nur an 13. Stelle. Was sagen Sie dazu? Ich bin echt enttäuscht.
    Kroatien immerhin noch an 62. Stelle und nicht wie Ihre Stammtischbrüder meinen - eine der korruptesten Länder der Welt. Seit dem Jugoslawien Zerfall macht Kroatien große Vorschritte. Insbesondere hat Kroatien enorme Anstrengungen unternommen, noch bestehende Mängel, wie etwa im Justizwesen, zu beseitigen. Viele korrupte Politiker sitzen bereits hinter den Gittern. Arbeitslosigkeit ist nicht nur die Plage in Kroatien, sondern in allen europäischen Ländern. Übrigens waren wir medizinisch in der Küstenstadt Zadar bestens versorgt.

  • @Dornrose
    Es ist für jeden Touristen ganz einfach, den Wahrheitsgehalt zum Thema Korruption zu erfahren: Einfach den Wirt fragen.
    Und nach unangenehmen Erfahrungen mit den dortigen Ärzten:
    Beim ADAC offiziell Beschwerde einreichen. Dann erfahren alle die Wahrheit.
    Den Rest der Wahrheit:
    Transparency International, "Croatia Total Government Gross Debt (% of GDP) ". Oder auch: Eurostats, oder "Croatia Total Government Net Lending/ Borrowing (National Currency ) Statistics".

    http://www.faz.net/aktuell/politik/suedosteuropa-korruption-als-system-1596430.html

    http://derstandard.at/1350261027586/Der-Staatsanwalt-sagte-Ivo-wird-das-verstehen

  • @ Seher, Sie sind aber sehr Phantasie- und humorvoller Erzähler. Ihre Geschichten über Kroatien beruhen eher weniger auf wahren Begebenheiten. Tja, Lügenbarone gab es in der Vergangenheit warum nicht in der Gegenwart.

  • @mataruski:
    Und weil es wieder einmal so schön ist:
    wenn man im Vergleich zum Exportvolumen das 2,5fache importiert (ich gehen davon aus, dass Sie wenigstens dies erkennen können), liegt ein Missverhältnis von Binnenbedarf zu Innovationskraft vor. Letztere ist Vorausetzung für eine im globalen Wettbewerb erfolgreiche exportorientierte Wirtschaft. Letztere setzt jedoch auch die notwendigen Köpfe voraus. Es ist nicht ganz falsch, wenn Sie mit Hinweis auf den Korruptionsindex von Transparency International auch einmal auf Italien verweisen. Nur hat Italien schon IMMER zusätzlich zum Tourismus über eine gute Industrie verfügt. Zahlreiche Innovationen kommen schließlich auch aus Italien. Dass in Italien Geist und Machertum schon immer Entwicklungen vorangebracht haben, dürfte niemand in Frage stellen. Könnten Sie bitte auch wenigstens ein paar Beispiele aus Kroatien nennen, die weltweit oder zumindestens in Europa zu echten Verkaufsschlagern wurden? Bitte nicht Kravatten und Suppenpulver (damit gewinnt man keine grüne Bohne). Ansonsten gibt es natürlich noch die Überweisungen an die zurückgebliebene Verwandtschaft der im Ausland lebenden Hälfte aller Kroaten, die mit ausländischer Schulbildung durchaus in einzelnen Fällen erfolgreich (aber eben nur im Ausland) sein können. Davon lebt Kroaten vielleicht zur Zeit besser als von den Tourismuseinnahmen.

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