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Bergkarabach Krieg Auch nach Krisengipfel in Washington weitere Kämpfe in Bergkarabach

Im Südkaukasus bekämpfen sich Aserbaidschan und Armenien weiterhin. Der US-Präsident versuchte sich ebenso wie kürzlich Russland an Vermittlungen.
24.10.2020 - 16:07 Uhr Kommentieren
Eine Demonstrantin nimmt an einem Protest zur Unterstützung Armeniens in Sydney teil. Auf ihrem Mund-Nasen-Schutz steht der Hashtag #artsakhstrong. Berg-Karabach wird auch als Arzach bezeichnet. Weltweit protestieren Armenier derzeit gegen den Krieg. Quelle: dpa
Berg-Karabach: Proteste in Australien

Eine Demonstrantin nimmt an einem Protest zur Unterstützung Armeniens in Sydney teil. Auf ihrem Mund-Nasen-Schutz steht der Hashtag #artsakhstrong. Berg-Karabach wird auch als Arzach bezeichnet. Weltweit protestieren Armenier derzeit gegen den Krieg.

(Foto: dpa)

Baku/Moskau Die Kämpfe um die Kaukasus-Region Bergkarabach gehen auch nach dem Krisengipfel in Washington weiter. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium teilte am Samstag mit, es gebe Gefechte in Bergkarabach und seiner Umgebung. Die größte Stadt der Region, Stepanakert, wurde laut den Behörden von Bergkarabach von Aserbaidschan unter Beschuss genommen.

Die Regierung in Baku wies dies zurück. Am Freitag waren die Außenminister der Kriegsparteien zu getrennten Gesprächen mit US-Außenminister Mike Pompeo zusammengekommen. US-Präsident Donald Trump sprach anschließend von Fortschritten auf dem Weg zu einem Ende der Kämpfe, äußerte sich aber nicht zu Details. Armenien bezeichnete die Unterredungen als „sehr gut“.

Es werde weiter auf eine Feuerpause hingearbeitet, sagte der armenische Außenminister Sohrab Mnazakanjan. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kämpfe wird jedoch dadurch gedämpft, dass Russland bereits zwei Mal eine Waffenruhe vermittelt hat, die aber jeweils nicht hielt.

In Bergkarabach leben überwiegend christliche Armenier, die dortige Führung wird von der armenischen Regierung in Jerewan unterstützt. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, von dem es sich jedoch 1991 losgesagt hatte.

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    Am 27. September waren die jüngsten Kämpfe ausgebrochen. Russland hat einen Verteidigungspakt mit Armenien. Die Türkei wiederum hat erklärt, Soldaten zu entsenden und Aserbaidschan militärisch zu unterstützen, sollte ihr enger Verbündeter dies wollen. Das osmanische Reich hatte im Ersten Weltkrieg einen systematischen Völkermord an den Armeniern begangen, der bis heute von der Türkei geleugnet wird.

    Mehr: Armenien warnt vor „zweitem Syrien“ in Karabach

    • rtr
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