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Bettina Cadenbach Deutsche Diplomatin soll neues Wettrüsten mit Moskau verhindern

Die Diplomatin Bettina Cadenbach rückt in eine Spitzenposition der Nato auf – und leitet künftig die Gespräche zur Rüstungskontrolle mit Russland.
02.09.2019 - 18:13 Uhr Kommentieren
Die Diplomatin soll dazu beitragen, einen neuen Kalten Krieg zu verhindern. Quelle: Parliament of Georgia
Bettina Cadenbach

Die Diplomatin soll dazu beitragen, einen neuen Kalten Krieg zu verhindern.

(Foto: Parliament of Georgia)

Brüssel An diesem Montag, als Bettina Cadenbach ihren neuen Job in Brüssel antritt, ist der INF-Vertrag zur nuklearen Abrüstung auf den Tag genau seit einem Monat ausgelaufen. Wie sich die Nato nun verteidigungspolitisch aufstellt, ist eine der zentralen neuen Aufgaben der deutschen Spitzenbeamtin.

Die Nato lehnt ein nukleares Wettrüsten ab, muss aber trotzdem eine glaubwürdige Verteidigungspolitik demonstrieren. Wie die aussehen soll, wird seit Monaten hinter Nato-Türen ausgetüftelt – zukünftig unter der Führung Cadenbachs.

Die Osnabrückerin ist eine von acht beigeordneten Generalsekretären des Nato-Vorsitzenden Jens Stoltenberg und die zweite Frau überhaupt auf dem hohen Posten des Militärbündnisses. Die Kroatin Kolinda Grabar-Kitarovic, die mittlerweile Präsidentin ihres Landes ist, war damals für die Kommunikation mit der Öffentlichkeit zuständig.

Cadenbach übernimmt einen noch bedeutenderen Bereich: die Beziehungen zu internationalen Organisationen und anderen Ländern. Damit ist die 59-Jährige auch für das Verhältnis zu Russland sowie für das Thema Rüstungskontrolle verantwortlich. Einen neuen nuklearen Deal auszuhandeln, mit dem man neben Russland auch China zur Abrüstung zwingen will, steht ganz oben auf ihrer To-do-Liste.

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    Bevor die Karrierediplomatin in den Auswärtigen Dienst eintrat, studierte sie Germanistik, Romanistik und Politikwissenschaft; anschließend schrieb sie als freie Journalistin für Lokalzeitungen.

    Ihre erste Diplomaten-Station brachte sie nach Ankara. Eine weitere Station waren die UN in New York, wo sie den Anschlag auf das World Trade Center miterlebte. Später war sie Botschafterin in Georgien sowie Vizebotschafterin in Tallinn und Teheran. Zuletzt agierte sie als Beauftragte für Sicherheitspolitik im Auswärtigen Amt.

    Im Juli ernannte sie Stoltenberg zur beigeordneten Generalsekretärin – nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Der Generalsekretär beteuert, er wolle einen Beitrag dazu leisten, die Dominanz der Männer innerhalb der Nato zu brechen.

    Mehr: Die USA und Russland haben kein Interesse mehr an nuklearer Abrüstung in Europa. Beide rüsten mit Blick auf China auf. In Asien und im Pazifik steigt daher die Gefahr militärischer Konfrontationen und großer Kriege. Europa muss reagieren: Vier Vorschläge für neue Bündnisse. Die geopolitische Analyse von Sigmar Gabriel.

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