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Bevölkerungspolitik in Afrika „Wir haben die Lage nicht unter Kontrolle“

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Kein Mittel gegen die Bevölkerungs-Explosion

Dramatische Rettungsaktion im Mittelmeer

In den vergangenen Tagen waren dabei vor der italienischen Insel Lampedusa, dem südlichsten Vorposten Europas, gleich zwei Flüchtlingsboote gekentert, wobei mindestens 350 Menschen ums Leben kamen. Seitdem tobt in Europa eine emotional aufgeladene Debatte über die Schuld der Europäer an den Toten und das weitere Vorgehen der Europäischen Union. Die tieferen Gründe für die Wanderbewegung bleiben dabei jedoch zu großen Teilen ausgespart.

In Uganda selbst wird die Bevölkerungsexplosion  im eigenen Land zwar hin und wieder diskutiert. Viel mehr interessieren dort jedoch andere Themen wie etwa das Missmanagement des Landes oder die lange Amtszeit des Präsidenten. „Wir haben zu viele Debatten und Komitees zur Familienplanung - und viel zu wenig Umsetzung“, klagt auch Sylvia Ssinabulya, die sich im ugandischen Parlament seit Jahren mit Frauenfragen beschäftigt.

Geschehen ist allen Warnungen zum Trotz nur sehr wenig. Bezeichnend ist, dass die meisten Gesprächspartner in Zusammenhang mit der Bevölkerungszunahme gerne von „Herausforderungen“ sprechen obwohl offensichtlich ist, dass es sich dabei längst um einen nationalen Notstand handelt.

Dies liegt auch daran, dass der seit 27 Jahre herrschende Präsident Yoweri Museveni bislang klare Worte vermissen lässt. Nachdem er früher stets betont hatte, es sei gut, viele Kinder zu haben, weil die Nation dadurch wachse und stark werde, hat er sich, vielleicht wegen der von einigen gemalten Horrorszenarien, zuletzt mit solchen Äußerungen zurückgehalten. Ein aktiver Akteur ist er sicherlich nicht.

Auch andere Politiker behaupten, genau wie viele westliche Unternehmensberater, dass eine Zunahme der Bevölkerung nützlich sei, weil mehr Menschen einen größeren Markt wie in China oder Indien schaffen würden. Von dem dadurch angehäuften sozialen Zündstoff sprechen sie hingegen kaum. Doch wie stark ist ein Markt armer Menschen ohne echte Kaufkraft? Selbst Ugandas früherer Finanzminister Aston Kajara  hat eingeräumt, dass das jährliche Wirtschaftswachstum schon für längere Zeit um mehr als zehn Prozent steigen müsste, damit das Land nach vorne kommt.

Im Schnitt sieben Kinder
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71 Kommentare zu "Bevölkerungspolitik in Afrika: „Wir haben die Lage nicht unter Kontrolle“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Na Klasse, und deutsche Städte sehen binnen spätestens 10 Jahren aus wie das Zentrum und die Ortsteile Hillbrow und Berea von Johannesburg, nachdem sich die Obdachlosenlawine aus den Townships dorthin ergossen hat! Schicken wir lieber Frau Roth und ihre Mitgrünen Einwanderungsbejaher dorthin zum Straße fegen und Exkremente von dem, was von Bürgersteigen übrig geblieben ist, entfernen. Wäre viel sinnvoller und produktiver. Das Problem wäre nur, daß sie nach dem ersten Überfall und Tracht Prügel wahrscheinlich auf dem ersten Flieger das Land fluchtartig verlassen würden, und zwar nach Hause in das ach so asylantenfeindliche Paradies.

  • Und schon haben wir einen Interessenkonflikt. Womit Sie aber nicht an der Tatsache vorbeikommen, dass sich die Menschen nahezu wie die Fliegen vermehren. Wir könnten uns auch zurücklehnen und das Ganze als eine Art Schauspiel einfach nur beobachten, denn was dort geschieht, ist die Wiederholung unserer eigenen Geschichte hier in Europa. Über zahllose Kriege und Leid hat sich Europa zu dem geformt, was es heute ist. Und wir sind drauf und dran, all die "zivilisatorischen Errungenschaften" aufs Spiel zu setzen, um exakt wieder da zu landen, wo sich Afrika heute befindet. Die Geschichte hat uns aber auch gelehrt, dass es immer Epochen gab, in denen sich höher entwickelte Gesellschaften durch den Bau eines Schutzwalls absichern mussten. Erinnert sei an die chinesische Mauer, der Wall der Römer durch Europa, der Zaun der USA zu Mexiko. Die Nationen Afrikas müssen sich auf ihre eigene Entwicklung konzentrieren. Wir haben ihre Kultur zu respektieren. Auch wenn ich mich hier wiederhole, wir sind nicht der Retter der Welt und dürfen uns nicht ständig mit Schuldgefühlen belasten.
    Es ist ein sehr weiter und beschwerlicher Weg. Millionen werden mit oder ohne unser Zutun vor unseren Augen dahinsiechen. Selbst wenn wir all unser Hab und Gut spenden, sie mit Lebensmitteln zuschütten, ändert es nichts an der Mentalität dieser Menschen. Sie müssen notgedrungen ihren eigenen Weg über die verwesenden Leichen ihrer Mitmenschen finden, aus der Barberei in eine Zivilisation.

  • Europa ist ein Einwanderungskontinent und Deutschland sollte endlich das größte Einwanderungsland werden.Wir reichen Deutschen sollten, nachdem wir quasi über Nacht schon eine Energiewende und auch die Rettung des Euro gemeistert haben, in einer großen finalen Kraftanstrengung auch die Asyl- und Einwanderungsprobleme der Welt lösen. Da sollten wir uns nicht so anstellen! Deshalb schlage ich vor, daß wir pro Einwohner ein bis zwei Asylanten oder Zuwanderer aufnehmen. Damit könnten wir etwa 160 Mio Menschen eine schöne neue Heimat bieten und das Zuwanderungsproblem der Welt wäre quasi im Handumdrehen gelöst. Mit Claudia und Martin habe ich schon gesprochen, die machen mit. Jetzt müssen wir nur noch schnell die politischen Grundlagen schaffen. Und bevor das nächste Schiff irgendwo versinkt, haben wir es mit vereinten Kräften geschafft.
    Freundschaft!

  • Der Schwarze schnackselt halt gerne.

  • Leider liegen bei Ihren Ansichten Theorie und Praxis zu weit auseinander. Wir werden den Afrikaner nicht zur Einsicht bringen, denn er verschanzt sich immer sofort hinter dem Fluchwort "Rassismus", und wenn wir das in unserer Mainstreamkultur nur als Hauch vernehmen, gehen wir in voller Feiglingsmontur sofort in Tauchstation.

  • Jeder, der Hirn im Kopf hat, versteht, dass dieses traurige Problem ein Problem ist, das VORORT gelöst werden muss. Gerne mit Hilfe der Europäer.

    Leider stehen einer Sanierung Afrikas - paradoxer Weise - der Rohstoffreichtum entgegen. Westliche Konzerne rauben den Kontinent seit Jahrhunderten aus und destabiliseren ihn gezielt, um eben diesen Raubzug zu ermöglichen.

  • "Bevölkerungswachstum war schon seit Anbeginn der Menschheit ein Zeichen von Aggressivität"

    Der Blick eines zynischen Akademikers von oben...

    Sie betrachten Kontinente, Staaten als handelnde Personen. Die handelnden Personen sind aber die einzelnen, kleinen Menschen. Und diesen Armen Menschen, die von der Hand in den Mund leben, wollen Sie "Aggressivität" vorwerfen, weil sie Sex haben?

    ....

  • Ich glaube Ihnen, was Sie sagen.

    Nur die Schlüsse kann ich nur zutiefst verabscheuen.

    Wenn das Wachstum in Europa und in China gestoppt werden konnte (mit mE nicht unbedingt wünschenwerten aber noch moderaten Mitteln) dann geht es auch dort.

    Die Pest dieses Planeten ist eine jeglicher Moral und Ethik, jeglichem Glauben entfremdete "illuminierte" Elite, selbstherrlich und zynisch.

    Würde diese Elite nicht ständig für Kampf und Zerstörung sorgen, so hätten vielleicht Kräfte entfesselt werden können, die die Menschen in die Lage versetzt hätte, den Sprung auf neue Planeten zu schaffen. Denn Platz ist im Universum genug?

  • Die mE nicht wegzudiskutierende Überbevölkerung ist das größte Problem der Menschheit in dieser unserer Zeit.

    Dieses Problem wird quasi nie öffentlich diskutiert, wenigstens nicht in den Gremien, in die der Bürger über die Systemmedien einblick hat.

    Warum nicht?

    ...

    Das Hauptproblem Afrikas sind die Rohstoffe, die seit Jahrhunderten dafür sorgen, dass europäische, aber nicht nur europäische Staaten und Konzerne das Land ausbeuten. Um billig an die Rohstoffe zu kommen wird verhindert, dass sich echte demokratische Staaten bilden. Mit Warlords lässt es sich leichter verhandeln als mit einem Wirtschaftsminister.

    Würden die anderen Staaten der Welt aufhören den Kontinent auszurauben, und stattdessen wirkliche wirtschaftliche/organisatorische Aufbauhilfe leisten, so könnte Afrika ggf in die Lage versetzt werden die jetzige Bevölkerung zu ernähren.

    Ein Stopp der Überbevölkerung durch Senkung der Geburtenraten ist mE nur in einer höherentwickelten Gesellschaft möglich.

    ...

    Für die Problem dieser Welt wird es keine Lösung geben, solange die - vor allem westlichen - Machtstrukturen sind, wie sie sind. Geld regiert die Welt und damit die Gier. Geld kennt kein Mitleid, Geld kennt auch keine übergeordnete Vernunft.

    Wo sind die Denker und Visionäre? Wo sind die Philosophen? Wo sind echte Anführer? ...

  • @ Weltbuerger

    Länder mit dem höchsten Bildungsstand in Afrika, wie Zimbabwe, Südafrika, Namibia, da vermehren sich die Menschen genauso ungehemmt, besonders wenn die Hälfte der Schulmädchen schwanger wird, selbst von den eigenen Lehrern, die ja angeblich gebildet sind.
    Leute, die es zu Ingenieuren, Ärzten etc. geschafft haben, arbeiten nicht in ihrem Beruf, nein, sie werden lieber korrupte Schmiergeldempfänger in irgendwelchen Behörden oder Ministerien. Da läßt sich viel mehr Geld verdienen als im ehrlichen Beruf.

    Es ist eine Illusion, Afrika durch die rosa Brille eines Lehnstuhl-Europäers theoretisch zu betrachten, in Afrika funktioniert die europäische Demokratur um ein vielfaches weniger als sie in weiten Gebieten Asiens funktionieren würde. Eine wahre Demokratie funktioniert ja schon kaum in Europa. Auch Deutschland hat eine Parteiendiktatur.

    In einigen Jahren wird es wirklich radikale Mittel geben müssen, um dieser ungebremsten Vermehrung der ungebildeten Massen entgegen zu treten zum eigenen Überleben. Oder die Natur hilft sich selbst, ich hoffe nur, daß der Mensch auch da nicht wieder einzugreifen versucht.

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