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Bezeichnung von Fleischersatzprodukten EU-Parlament verbannt den Veggieburger doch nicht – dafür drohen neue Regeln für Milchalternativen

Kichererbsen-Burger und Seitan-Steak dürfen weiterhin so heißen. Die Supermarkt-Präsenz von pflanzlichen Ersatzprodukten wird dennoch erschwert.
23.10.2020 - 14:42 Uhr Kommentieren
Die Entscheidung des Parlaments muss als Teil der gesamten Agrarreform noch im Laufe des Tages bestätigt werden. Quelle: Reuters
Vegetarischer Burger

Die Entscheidung des Parlaments muss als Teil der gesamten Agrarreform noch im Laufe des Tages bestätigt werden.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Das Europäische Parlament hat dafür gestimmt, dass Fleischersatzprodukte in der EU weiterhin mit Begriffen wie „Burger“ oder „Steak“ bezeichnet werden dürfen. Eine Mehrheit der Abgeordneten lehnte alle Änderungsanträge ab, die dies den Unternehmen verboten hätten. Das ist das Ergebnis der noch nicht komplett abgeschlossenen Abstimmungen über die Agrarreform am Freitag.

Allerdings haben die Parlamentarier weitere Einschränkungen für pflanzliche Milchersatzprodukte unterstützt: Beschreibungen wie „Butteralternative“, „Käseersatz“ oder „im Joghurt-Stil“ sind demnach nicht mehr zulässig. Die Begriffe „Milch“ und „Käse“ sind für Produkte aus Pflanzen bereits verboten, weswegen beispielsweise bei Mandelmilch und Co. auf der Verpackung „Drink“ geschrieben steht und Tofu nicht „Soja-Käse“ heißt.

Elena Walden vom Good Food Institute Europe in Brüssel, das sich für eine stärkere Verbreitung pflanzlicher Ernährung einsetzt, kritisiert die Entscheidung dementsprechend: „Wenn diese Abstimmung später bestätigt wird, haben die Mitglieder des Europäischen Parlaments zwar Würste und Steaks auf pflanzlicher Basis geschützt – aber den pflanzlichen Milchsektor noch weiter eingeschränkt, was die Nachhaltigkeitsverpflichtungen der EU untergräbt.“

Der Agrarausschuss begründet sein Gesetzesvorhaben dagegen mit Verbraucherschutz: Konsumenten soll es nicht passieren, dass sie versehentlich pflanzliche Lebensmittel kaufen, obwohl sie eigentlich das tierische Produkt wollten.

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    Die Entscheidung des Parlaments muss als Teil der gesamten Agrarreform noch im Laufe des Tages bestätigt werden. Daraufhin geht der Chefunterhändler des Parlaments mit dem Ergebnis in die Verhandlungen mit dem Rat, der aus den Regierungen der EU-Mitgliedsländern besteht, um sich auf die finalen Gesetzestexte zu einigen.

    Mehr: Rügenwalder Mühle: Veggie-Fleisch überholt erstmals klassische Wurst.

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