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Biografie So wurde Elon Musk vom Mobbing-Opfer zum Milliardär

In der Schule wurde Elon Musk verprügelt. Heute ist er als Erfinder von Paypal und als verrückter Chef des Automobilherstellers Tesla weltbekannt. So lief seine rasante Karriere.
27.08.2018 - 08:54 Uhr Kommentieren
Elon Musk Milliardär Quelle: dpa
Silicon Valley-Star Elon Musk

Seine Schulzeit war „Nonstop-Terror“.

(Foto: dpa)

Dieser Artikel ist am 27. August 2018 bei Orange - dem jungen Portal des Handelsblatts - erschienen.

„Ich gründe Firmen nicht, um Firmen zu gründen, sondern um Dinge zu erledigen“, sagte Visionär Elon Musk einmal. Und wie er das tut. Mit Paypal veränderte er die Finanzwelt, mit Tesla macht er Elektroautos serienreif und mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX will er den Mars besiedeln. Seine Unternehmungen machten den 47-Jährigen zum Milliardär. Das Forbes Magazin zählt ihn zu den 50 reichsten Männern der Welt. Doch was hat Elon Musk geprägt, wie wurde aus ihm der große Visionär?

Elon Musk: Geburtsort Pretoria, Kindheit und Jugend in Südafrika

Musk wird 1971 in Pretoria geboren, der Hauptstadt von Südafrika. Als er neun Jahre alt ist, trennen sich seine Eltern. Musk wächst mit seinen Geschwistern bei seinem Vater auf, einem Maschinenbauingenieur. Schön sind seine Kindheit und die Jugend nicht. Während der Schulzeit wird er gemobbt und landet sogar im Krankenhaus. Eine Gruppe von Jungs stößt ihn eine Treppe hinunter und schlägt ihn, bis er das Bewusstsein verliert.

„In der Schule wurde ich von Gangs gejagt, die die Scheiße aus mir herausprügeln wollten und wenn ich dann nach Hause kam, war es dort genauso schrecklich. Es war Nonstop-Terror“, sagt er später seinem Biografen.

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    Seine Zeit verbringt er vor allem mit Lesen. Er saugt das Wissen aus den Büchern sprichwörtlich auf und wendet es dann auf eine Weise an, die seine spätere Karriere zumindest erahnen lässt: Mit zwölf Jahren schreibt er bereits den Code für ein Computerspiel. Mit seinem Bruder Kimbal und seinen Cousins mischt er Salpeter, Schwefel und Holzkohle zu einem Treibstoff für Modell-Raketen.

    Elon Musk: Studium in Kanada und den USA

    Mit 17 wandert Elon Musk nach Kanada aus, um dem Wehrdienst in Südafrika zu entgehen. In dem Land herrscht damals noch das Apartheidsregime. „Für jemanden wie Elon war Südafrika wie ein Gefängnis“, sagt später sein Bruder. In Kanada schreibt sich Musk an der Queen’s University in Kingston ein.

    Später wechselt er in die USA an die University of Pennsylvania in Philadelphia. Dort schließt er sein Studium mit einem Bachelor in Physik und einem Bachelor von der Wharton Business School in Volkswirtschaft ab.

    1995 zieht er nach Palo Alto im Silicon Valley (Kalifornien), um an der Eliteschmiede von Stanford Physik zu studieren. Nach nur zwei Tagen auf dem Campus beschließt Musk jedoch, das Studium aufzugeben und stattdessen ein Internet-Start-up zu gründen.

    Elon Musk: Gründer von Zip2 und X.com

    Gesagt getan: Musk gründet noch im selben Jahr mit seinem Bruder Kimbal sein erstes Unternehmen. Zip2 startet mit Online-Stadtführern für Zeitungen für die New York Times. Es ist die Zeit, in der das Internet noch eine Neuheit ist. Elon Musk hat damals nur „eine vage Vorstellung von den Chancen, die ein Dotcom-Unternehmen, 2000 US-Dollar Kapital, ein Auto und ein Computer bieten konnten.“

    1999 kauft der Computerhersteller Compaq das Unternehmen für 307 Millionen US-Dollar. Es ist der bis dahin höchste je für ein Internet-Unternehmen gezahlte Preis. Musk selbst erhält für seine Anteile allein 22 Millionen Dollar. Damit ist er im Alter von gerade mal 28 Jahren Multimillionär.

    Doch statt auf die Malediven zu fliegen und sein Geld zu genießen, gründet Musk anschließend das nächste Unternehmen: X.com, ein Onlinebezahlsystem via E-Mail. 2000 fusioniert X.com mit der Konkurrenz-Firma Confinity, die sich auf ein ähnliches Produkt spezialisiert hat. Der Name: PayPal.

    PayPal wird in den folgenden Jahren zum wichtigsten Onlinebezahlsystem weltweit. 2002 kauft Ebay das Start-up für 1,5 Milliarden Dollar. Elon Musk hält zu diesem Zeitpunkt 11,7 Prozent der Firmenanteile und ist damit der größte Anteilseigner. Im Juli 2017 erwirbt er die Domain x.com von Paypal zurück.

    Elon Musk: Mit Tesla und SpaceX wird er zum Rockstar des Silicon Valley

    Bis hierher hat Elon Musk vor allem neue Märkte erschlossen – mit Produkten, die es zuvor in dieser Form nicht gab. Ab 2002 ändert er seine Geschäftsidee: Von nun an will er teure und technisch komplexe Produkte günstiger und für die Massenfertigung tauglich anbieten. 2002 gründet er ein Raumfahrtunternehmen. Sein Name: SpaceX.

    Das Unternehmen verkauft zunächst unbemannte Raumflüge, um Satelliten in den Orbit zu bringen und die Raumstation ISS zu versorgen. Eines Tages sollen auch bemannte Flüge folgen. Die Vision dahinter: Musk will „helfen, die Kosten des Weltraumtransports zu senken, so dass es möglich wäre, Leben auf einem anderen Planeten zu etablieren“.

    Aber nicht nur dafür: 2015 wird bekannt, dass SpaceX mit dem amerikanischen Militär kooperiert.

    Neben seiner Leidenschaft für den Weltraum investiert Elon Musk bereits im Frühjahr 2004 in den Fahrzeughersteller Tesla, der auf die Produktion von Elektroautos spezialisiert ist. Das Ziel: Tesla soll Elektroautos bauen, die vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren in nichts nachstehen. Er wird Chef und Kreativdirektor von Tesla. Und ein regelrechter Workaholic.

    Elon Musk 2018: 120 Stunden Arbeit pro Woche

    In einem Interview mit der New York Times erzählt Musk im Sommer 2018, dass er bis zu 120 Stunden in der Woche arbeitet. „Es gab Zeiten, wo ich drei oder vier Tage die Fabrik nicht verlassen habe – Tage, an denen ich nicht nach draußen gegangen bin.“ Das sei vor allem auf Kosten seines Privatlebens gegangen.

    Seinen Geburtstag Ende Juni verbringt er angeblich komplett mit Arbeit: „Die ganze Nacht – keine Freunde, nichts“, sagt er im Interview. Auch die Hochzeit seines Bruders habe er wegen des Stresses beinahe verpasst. Zwei Stunden vor der Zeremonie sei er mit dem Flugzeug gelandet. Und danach direkt wieder ins Tesla-Hauptquartier zurückgekehrt.

    Musk gilt als fordernder Vorgesetzter. Wer seinen Ansprüchen nicht genügt, darf nicht mit Gnade rechnen. Er ist aufbrausend, wenn seine Leute Fehler machen. Er spuckt den Kaffee über den Konferenztisch. Er verlangt nicht weniger als die totale Hingabe zu seinem Unternehmen – und damit zu seinen Visionen. Auch von sich selbst.

    Mehr: Ohne Elon Musk geht nichts bei Tesla – und das ist nicht ungefährlich

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