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Blitz-Stresstest Deutsche Banken brauchen wohl kein frisches Kapital

Seit Wochen fürchten deutsche Banken eine zwangsweise Kapitalisierung durch den Staat. Laut Insidern können sie nun jedoch erstmal aufatmen.
20.10.2011 - 12:25 Uhr 5 Kommentare
Die Banken-Skyline in Frankfurt am Main. Quelle: dapd

Die Banken-Skyline in Frankfurt am Main.

(Foto: dapd)

Frankfurt Die deutschen Großbanken brauchen wohl kein neues Geld vom Steuerzahler, um die verschärften Kapitalanforderungen der europäischen Politik zu erfüllen. Den deutschen Instituten fehle nach dem Ergebnis des jüngsten „Blitz-Stresstests“ der europäischen Bankenaufsicht EBA insgesamt nur ein mittlerer einstelliger Milliardenbetrag, sagten mehrere Insider aus dem Umfeld von Politik und Regulierern am Donnerstag.

Die Banken sollen mindestens bis Mitte nächsten Jahres Zeit bekommen, um die Anforderungen zu erfüllen, die die systemrelevanten Institute in Europa wetterfest für die Euro-Schuldenkrise machen sollen. Im Gespräch ist eine harte Kernkapitalquote von neun Prozent.

Der Kapitalbedarf in Deutschland ist weit geringer als befürchtet. „Das ist kein gewaltiger Betrag“, sagte ein Insider. Die Banken könnten ihn aus eigener Kraft aufbringen, betonte ein anderer. Den deutschen Banken kommt dabei zugute, dass sie viele Bundesanleihen im Portfolio haben. Deren Kursgewinne machten einen Teil der Wertberichtigungen auf Staatsanleihen aus den Euro-Krisenstaaten wett, sagten Insider. Im Stresstest der EBA werden alle Staatspapiere in den Büchern der Banken mit ihren Marktwerten angesetzt.

Nach einem Bericht der „Financial Times“ vom Donnerstag ist der Kapitalbedarf auch in ganz Europa mit 70 bis 90 Milliarden Euro geringer als an den Märkten erwartet.

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    • rtr
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    5 Kommentare zu "Blitz-Stresstest: Deutsche Banken brauchen wohl kein frisches Kapital"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Schließe mich dem Kommentar an. Politik funktioniert nur mit Geld. Und ich finde auch, dass sich Frau Merkel auffällig oft in Frankreich aufhält. Gibt es da etwas, was wir wissen sollten? - Weiterhin bin ich der Meinung, dass Deutschland nicht das Land ist, welches ganz Europa mit Geld versorgt. Wir sind kein Schlaraffenland!!! Jeder von uns muß für seinen Lebensstandard hart arbeiten und es gibt genügend Probleme. - Banken sind für mich ein "Institut der (il)legalen Geschäftemacherei". Sie sollten unbedingt der staatlichen Kontrolle unterliegen. Bei Bankrott trifft´s "Otto-Normalverbraucher".

    • Endlich einmal eine positive Nachricht.

      Also war der Rettungsschirm ueberhaupt nicht notwendig.

      Was machen wir jetzt mit den abgenickten 211 Mrd. Euro.
      Die sind ja jetzt ao (ausserordentlich). Verwenden wir das Geld doch fuer Zukunftsinvestitionen. In der Familienfoerderung und in der Ausbildung ist es volkswirtschaftlich ohnehin sozialer und besser angelegt.

    • O Gott, hoffentlich lesen das Schäuble und Merkel nicht. Denn dann kommen die sofort auf die Idee, dass die verplanten deutschen Milliarden doch für die französischen Banken genutzt werden können. Der Euro als "politisches Projekt", von dem wir Deutschen schließlich am meisten haben... gemeint ist das größte Stück vom Schuldenkuchen...

    • Hier mehr zur gestrigen,wundersamen Geldvermehrung:
      http://steuerembargo.co.de/news.html

    • Man weiss so langsam nicht mehr, was man von diesem Blatt hier halten soll. Es scheint sich immer mehr zum Regierungssprachrohr zu entwickeln.
      Das hier schreibt ein anderes Blatt zum gleichen Thema:
      Bankenwunder
      Bankenaufsicht ändert Methode: Plötzlich fehlen nur noch 80 Milliarden Euro.
      Auch so kann man versuchen, die Krise zu lösen: Die Europäische Bankenaufsicht hat ihre Berechnungsmethode geändert – mit einem Mal brauchen die europäischen Banken viel weniger Kapital als noch einen Tag zuvor. Die Märkte werden es nicht glauben – eine noch wildere Kapitalflucht droht.
      Man sollte sich vielleicht anders orientieren!
      www.steuerembargo.co.de

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