Blutige Proteste Toter und Verletzte in Georgien

In Georgien sind Auseinandersetzungen zwischen Opposition und Sicherheitskräften eskaliert. Nach Angaben georgischer Medien wurde in der Südkaukasusrepublik ein Polizist getötet, mindestens 20 Menschen wurden verletzt
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TiflisStarke Truppen des Innenministeriums sind in der Nacht zum Donnerstag mit Gummiknüppeln, Tränengas und Wasserwerfern gegen zehntausende Gegner von Präsident Michail Saakaschwili vorgegangen. Unabhängige Beobachter sprachen von einem unverhältnismäßigen und brutalen Vorgehen der Polizei. Nach Angaben georgischer Medien wurde in der Südkaukasusrepublik ein Polizist getötet, mindestens 20 Menschen wurden verletzt.

Bereits am Wochenende hatten Tausende gegen die Politik von Saakaschwili protestiert. Die Opposition fordert seit langem seinen Rücktritt. Der Polizist sei vermutlich bei einem Unfall getötet worden, als eine Gruppe mit Oppositionellen im Auto mit hoher Geschwindigkeit den Demonstrationsort verließ, sagte Innenministeriumssprecher Schota Utiaschwili. 19 Polizisten seien verletzt worden. Die Zahl der verletzten Saakaschwili-Gegner war zunächst nicht bekannt. Es gab zahlreiche Festnahmen, darunter auch Journalisten.

Die Polizei habe auf Demonstranten eingeschlagen, obwohl diese keinen Widerstand geleistet hätten, teilte die Organisation Transparency International Georgien mit. „Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, sagte die frühere Parlamentspräsidentin Nino Burdschanadse, die zu den Oppositionsführern in Georgien gehört. Die Regierungsgegner werfen Saakaschwili autoritäre Methoden vor.

Bereits in der Vergangenheit waren blutige Proteste, die zu Saakaschwilis Rücktritt führen sollten, gescheitert. Der Russland-Gegner Saakaschwili will die Ex-Sowjetrepublik nach eigenen Angaben in die EU und in die NATO führen.

  • dpa
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