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BND-Affäre Monatlich 1,3 Milliarden Daten für die NSA

Der BND soll dem US-Geheimdienst NSA jahrelang bei der Spionage geholfen haben. In einem Medienbericht werden nun Zahlen über das Datenvolumen genannt. Die Deutschen sollen die Informationen gefiltert haben.
12.05.2015 - 13:49 Uhr Kommentieren
Der deutsche Auslandsgeheimdienst soll den Amerikanern jahrelang möglicherweise unwissentlich geholfen haben, europäische Unternehmen und Politiker auszuforschen. Quelle: dpa
Spionageaffäre

Der deutsche Auslandsgeheimdienst soll den Amerikanern jahrelang möglicherweise unwissentlich geholfen haben, europäische Unternehmen und Politiker auszuforschen.

(Foto: dpa)

Berlin Der Bundesnachrichtendienst (BND) liefert dem umstrittenen US-Geheimdienst NSA einem Medienbericht zufolge pro Monat bis zu 1,3 Milliarden Metadaten über Telefonate oder SMS. Die Rohdaten würden über die BND-Abhörstation im bayrischen Bad Aibling an die NSA weitergeleitet, berichtete „Zeit Online“ am Dienstag unter Berufung auf vertrauliche Akten. Die Daten von Deutschen würden zuvor ausgefiltert.

Metadaten umfassen nicht den Inhalt einer Kommunikation, also den Text einer E-Mail oder die Gespräche am Telefon. Sie zeigen etwa, wer wen anruft oder wie lange ein Gespräch dauert. Bei Telefonaten am Handy beinhalten Metadaten auch den Standort der Person.

Massenhaft gesammelt ermöglichen sie eine Analyse von Netzwerken: Wer hat wann mit wem telefoniert? Der deutsche Auslandsgeheimdienst soll den Amerikanern jahrelang möglicherweise unwissentlich geholfen haben, europäische Unternehmen und Politiker auszuforschen.

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