Börsenfusion Warnschuss von EZB-Chef Draghi

Mario Draghi will die mögliche Fusion von Deutscher Börse und London Stock Exchange sorgfältig prüfen. Damit droht ein wichtiges Geschäftsfeld der Börsen zum Spielball der Brexit-Verhandlungen zu werden. Ein Kommentar.
Die Deutsche Börse und London Stock Exchange wollen fusionieren. Der Rechtssitz der Superbörse soll in London liegen – und befände sich damit nach dem Brexit außerhalb der EU. Quelle: AFP
Mario Draghi

Die Deutsche Börse und London Stock Exchange wollen fusionieren. Der Rechtssitz der Superbörse soll in London liegen – und befände sich damit nach dem Brexit außerhalb der EU.

(Foto: AFP)

Post von ganz oben: EZB-Präsident Mario Draghi lässt wissen, dass sein Haus die Fusion von Deutscher Börse und London Stock Exchange „sorgsam“ prüfen will. Das schreibt Draghi in einem Brief an eine Abgeordnete des Europaparlaments. Reine Routine? Ganz so einfach ist es nicht. Börsenchef Carsten Kengeter und sein Fusionspartner Xavier Rolet sollten Draghis Worte nicht unterschätzen. Beide Manager wollen eine europäische Superbörse bilden und versprechen Aktionären und Kunden millionenschwere Synergien. Doch ausgerechnet eines ihrer lukrativsten Geschäftsfelder droht zum Spielball bei den anstehenden Brexit-Verhandlungen zu werden.

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