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Bolivien Übergangspräsidentin Anez verspricht Neuwahlen – Tote bei Krawallen

Boliviens Bürger dürfen bald wieder ein neues Parlament wählen. Doch die Proteste gehen weiter: zwei Menschen starben bei Krawallen.
Update: 14.11.2019 - 03:13 Uhr Kommentieren
Die konservative Vizepräsidentin des Senats hatte am Dienstag vorübergehend die Amtsgeschäfte übernommen. Quelle: AFP
Jeanine Anez

Die konservative Vizepräsidentin des Senats hatte am Dienstag vorübergehend die Amtsgeschäfte übernommen.

(Foto: AFP)

La Paz In Bolivien hat Übergangspräsidentin Jeanine Anez zügige Neuwahlen in Aussicht gestellt. Sie werde die Bürger so schnell wie möglich an die Urnen rufen, sagte die 52-Jährige am Mittwoch in La Paz. „Ich fordere einen friedlichen und demokratischen Übergang, der die Umstände umkehrt, die uns zu einem totalitären Land gemacht haben.“

Die konservative Vizepräsidentin des Senats hatte am Dienstag vorübergehend die Amtsgeschäfte übernommen, nachdem der langjährige Staatspräsident Evo Morales seinen Rücktritt angekündigt und aus Bolivien geflohen war. Der Sozialist sah sich mit Vorwürfen der Wahlmanipulation konfrontiert, es kam zu Massenprotesten.

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des früheren Präsidenten Evo Morales, der neuen Interimsregierung und den Sicherheitskräften sind in Bolivien zwei Menschen ums Leben gekommen. Die beiden jungen Männer seien im Department Santa Cruz im Osten des Landes erschossen worden, teilte das forensische Institut der Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei den seit drei Wochen andauernden Krawallen auf insgesamt zehn. In verschiedenen Teilen des Landes kam es zu Plünderungen und Brandanschlägen.

Morales, der in Mexiko um Asyl gebeten hat, gab sich unterdessen kämpferisch. Auf einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt sagte er, er werde früher oder später nach Bolivien zurückkehren, um das Land zu befrieden. „Wenn mein Volk mich bittet, bin ich zur Rückkehr bereit.“

Mehr: Brandherd in Bolivien: Morales hat sich die Krise selbst eingebrockt, meint Handelsblatt-Korrespondent Alexander Busch.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
  • dpa
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