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Bombenanschläge vor Türkei-Besuch Blair bleibt bei seinem Irak-Kurs

Trotz der schwierigen Lage im Irak will Großbritanniens Mremierminister Tony Blair an seinem Kurs festhalten. Daas betonte Blair am Montag nach einem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan in Ankara.

HB ANKARA. Der Mordanschlag auf den Präsidenten des provisorischen irakischen Regierungsrats, Isseddin Salim, unterstreiche, „wie wichtig es ist, dass wir bleiben, bis die Arbeit getan ist“, sagte Blair. Erdogan bekräftigte, dass für die Türkei die Entsendung von Soldaten in den Irak derzeit nicht in Frage komme.

Auf der Ebene der bilateralen Beziehungen vereinbarten die beiden Regierungschefs einen „Aktionsplan“, um die Zusammenarbeit zu verstärken. Darin seien auch jährliche bilaterale Gipfeltreffen vorgesehen, sagte Blair. Außerdem wollen beide Länder den gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus verstärken. Blair bekräftigte, dass die Türkei EU-Mitglied werden solle. „Ich hoffe und glaube, dass die Beitrittsverhandlungen im Dezember beginnen können.“

Der erste Besuch eines britischen Regierungschefs in der Türkei seit mehr als zehn Jahren fand unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt, nachdem in der Nacht vor vier Filialen der britischen HSBC-Bank in Ankara und Istanbul Bomben explodiert waren. Dabei entstand Sachschaden, Menschen wurden nicht verletzt. Hinweise auf die Täter hatte die Polizei zunächst nicht.

Die Niederlassung der HSBC-Bank in der Türkei war im November 2003 eines der Ziele von vier Selbstmordanschlägen islamistischer Terroristen in Istanbul, bei denen mehr als 60 Menschen getötet worden waren. Gegen den Ende Juni in Istanbul geplanten NATO-Gipfel sowie das Vorgehen Washingtons und Londons im Irak gibt es in der Türkei auch Proteste aus linksgerichteten Kreisen.

Vor dem britischen Generalkonsulat in Istanbul protestierte am Montag eine Gruppe von Demonstranten mit dem Spruchband: „Den für Folter und Mord verantwortlichen Blair wollen wir in unserem Land nicht haben.“

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