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Bombenanschlag in Bangkok Polizei findet Fingerabdrücke

Ein an der Grenze zu Kambodscha festgenommener Mann könnte nach ersten Ermittlungen die Bombe gelegt haben, die am 17. August 20 Menschen in den Tod riss. Die Polizei will aber noch weitere Untersuchungen abwarten.
02.09.2015 - 15:51 Uhr
Die thailändische Polizei hat den Täterkreis auf inzwischen sieben Verdächtige ausgeweitet. Quelle: ap
Verdächtiger

Die thailändische Polizei hat den Täterkreis auf inzwischen sieben Verdächtige ausgeweitet.

(Foto: ap)

Bangkok Die Ermittlungen zum tödlichen Bombenattentat in Bangkok konzentrieren sich zunehmend auf ein offenbar türkisches Netzwerk. Die thailändische Polizei schrieb am Mittwoch einen Türken zur Fahndung aus. Auch bei einem an der Grenze zu Kambodscha gestellten Ausländer – und möglichen Bombenleger – soll es sich um einen türkischen Staatsbürger handeln.

Dessen Fingerabdrücke stimmten mit denen auf einer Flasche mit Material zum Bombenbau überein, die bei einer Razzia am Samstag gefunden worden sei, sagte Polizeisprecher Prawut Thavornsiri. „Er könnte derjenige sein, der die Bombe aus dieser Wohnung oder zum Tatort gebracht hat.“ Weitere DNS-Untersuchungen seien aber noch nötig, um diese Theorie zu untermauern.

Der stellvertretende thailändische Polizeichef, Chakthip Chaijinda, sagte Reportern, der Mann spreche offenbar Türkisch. Ob die türkische Botschaft informiert wurde, wollte er nicht sagen.

Neben diesen beiden ist auch ein dritter der insgesamt acht benannten Verdächtigen in dem Fall möglicherweise Türke. Er war am Samstag in seiner Wohnung in Bangkok festgenommen worden. An dem dort sichergestellten Material zum Bombenbau wurden nun die Fingerabdrücke des an der Grenze Festgenommenen gefunden.

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    • ap
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